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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 139 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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— Später wurde auch über diesem Thore ein Gebäude von einem Stockwerke aufgeführt, welches seit dem Jahre 1595 das Stabsstcckl>aus in sich enthält, im Viereck angelegt ist, und innerhalb beider Thorseiten einen hofartigen Raum ein- schließt. Gewaltige Steinpfeiler aus Quadern tragen die hohen Wölbungen, auf deneu diefer Van sich erhebt, und bilden hal- lenartige Durchgänge für die Fußgänger. Bei dem Austritte aus diesem Thore wird man durch eines der schönsten landschaftlichen Gemälde überrascht, das sich l'om Thorc weg durch die stattlichen Alleen, den dahinter uud über ihnen sich «'liebenden mit zahlreichen Landhäusern besetz- ten Nosenbcrg und die Verberge des Schöckels bis zu diesem gewaltigen Vcrgkolcsse selbst stusenweise aufbaut und ein Ge- birgs - Amphitheater bildet, so schön, daß man gewiß an we- nig anderen Orten ein ähnliches aufzufinden im Stande sein dürfte. Ieuseit des Schlosibergcs, zwischen diesen und das in den Jahren 1829 und 18Z9 nen erbaute Inciuisitions-Haus ein- gezwängt, — welches ;ur Verschönerung der Tbor-IImgebnng eben nichtö beiträgt, da es ein unregelmäßiges Gebäude ist, dein die nach auswärts gekehrten kleinen Arrestfenster ein unfreund- liches Aussehen geben, — befindet sich das nördlichste der Grä- tzer-Stadtthore, das Sacktbor, welches aus den drei Säcken der Stadt ;ur oberen Kettenbrücke und Steinbruch-Linie und in diejenigen Vorstadtthcilc führt, welche dem linken Vcurufer zunächst liegen. Das alte Thor, wahrscheinlich aus dem fünf' zehnten oder aus einem noch früdcren Jahrhunderte, stand ueben an in der Tiefe nächst dem Flusse. Dieses Tbor bat kein Tl'orgewölbe, sondern bestellt aus einer einfachen Mauer, die >.'cn einem größeren Rundbogen und zwei niedrigen Seitenthüren für die Fußgänger durchbrochen, ebenfalls im Nnstico - Stule gezeichnet und mit einem gegen die Spitze unterbrochenen Giebel verleben ist. In dem durch die Unterbrechung des Giebclsimscs entstehenden offenen Felde erblickt man den gekrönten doppelköpfigen kaiserlichen Adler, der an der Vrust das österreichische und steicrmärkische Wap- pen hat und in den Schnäbeln ein schmales Vand hält, an dem das Oldens;eichen des goldenen Vließes hängt; ihm zur Seite ist zu lesen: >
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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