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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 159 -
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159 recht ein hohlkchlenartig cingeschnüegtcr Stab in der Gestalt eines aufsteigenden Gesimses. Oben werden beide durch einen horizontal liegenden Stab von gleicher Art verbunden. Das Gan>c bedeckt eine von einem Kreissegmente getragene, und durch die bekannten rachenförmigen Blumenblätter verzierte Wölbung. Der Raum, der durch jene Stabeinfassung über dem Eselsrücken zu beiden Seiten der Nose entsteht, ist durch vier' Wappcnschildc und zwei Inschriftenbänder ausgefüllt. Rechts ist ein Schild mit dem portugiesischen Wappen wegen der Kaiserin« Eleonore, Gcmalinn Friedrichs IV-, darunter ein zweiter mit dem steierischen Panther, daneben ein flatterndes Vand mit der Jahreszahl 1^,6 (1456), und links zeigen der obere Schild den doppelkopfigen Reichsadler, der untere hingegen las österreichische Wappen und das Inschriftenband die bekannte Devise Kaiser Friedrichs IV.: .V. L. I. 0. ! / . ' ) . Von den Wandgemälden, womit einst ein großer Theil der Gicbelscite geziert war, erspäht man einige nur noch durch den Kalkübenug hindurch; drei davon hingegen sind bioher, wenigstens zum Theilc, von der Kalktünchc verschont geblieben, welche die übrigen vielleicht für immer bedeckt hat. Die zwei größeren zeigen die Mutter der Gnaden, als Zuflucht der Sün- der, und Christum am Oclberge von den schlafenden Jüngern umgeben. Beide beurkunden einen tüchtigen Meister seiner Kunst aus der schönen Zeit Albrecht Dürrers, und einen Maler, der nicht nur mit dem, was Teutschland in der Kunst Großes und Schönes in jener Zeit hervorbrachte, sondern auch mit den Leistungen der besseren Italiener vertraut war. Unter den Frauen, über die sich im crstercn Bilde der von Engeln ge- haltene golddurchwirkte Mantel der Himmclstönigiun schü- tzend wöldt, gibt es Gesichter, in deren lieblichen Zügen alle Tugenden des Weibes, Unschuld und Frömmigkeit, bescheidene Ergebung in die unerforschten Beschlüsse der göttlichen Vor- sehung und hoher Seelenfriede so rülnend ausgedrückt sind, daß man sich von ihrer Betrachtung nur schwer trennen kann. An der Spitze dieser renenden Frauenschar, in der Kopf an Kopf dicht an einander gedrängt sich zeigt, kniet der ritterliche Kaiser Maxi., die zusammengefalteten Hände inbrünstig zum Liese Buchstabe,, und verschiedentlich ausgelegt worden, als: Hllo5 I5s«!re!«:I» I^t Oesterrcioll v»tlll!'2!>.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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