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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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ses Bandes erblickt man zunächst über den oben angedeuteten Landplagen den breiten Gipfel einer Anl'öbe, an dem links eine Schar von Welt- und Klostcrgeistlichen, einen Kardinal an der Spitze, empcrwandelt, und bereits bis an die Zelle dcö heiligen Francisco vorgedrungen ist, und rechts ein Zug von Wellleulen durch die Heiligen ^ranz und Tominicus empfan- gen wird. Die Mitte zwischen diesen beiden Gruppen und den höchsten Punct der Hochfläche nimmt ein in drei Zellen ge- lhciltes Gebaute ein. In der mittleren tirchenartigcn Zlblhci- lung demselben sitzt ein heil. Papst, vielleicht GregoriuS der Große, nut einem offenen Buche auf dein Schooße; in der Zelle zu seiner Rechten kniet der yeil. Franciscus Serapl'icus, und in jener zur Linken der heil. Tominicuv, beide durch flat- ternde Inschriftenbändcr als solche bezeichnet. Alle diese Gestal- ten sind nickt weniger meisterbaft ausgefüllt. — Tiefer gaiue cberc Thcil des Bildes ist noch vollkommen gut erdalien. Der Schilderung dieser Kunstwerke ist absichtlich mehr Raum gewidmet worden, als das Ebenmaß billigcrweisc er- heischt hätte, theils weil sie wirtlich das Ausgezeichnetste sind, was die Stadt im Gebiete der Kunst irgend aufniweisen hat, und theils um dadurch auf diese wertvollen Gemälce-IIeber- rcste gebührend aufmcrtfam ^u machen, deren weitere Ver- nachlässigung der Stadt zum bleibenden Vorwurfe gereichen würde. Wenigstens sollte das große Bild durch Ilebcrdachung geschützt, das Letztere vom Staube gereinigt, und beiden die Aufzeichnung des Stiches, deren sie gewiß im hohen Grade würdig sind, zu Theil werden. Von den Grabmälcrn, welche an der äußern Kirchen- wand angebracht sind, verdient bloß dasjenige eine besondere Aufmerksamkeit, welches an der dem Hochaltar entsprechenden Wand des drciscmgen Chorschlusses angebracht ist. Os ist ein Denkmal des HoftauUerS Herzoge Karl l l , , Wolfgangs Schräm von Schranzcnegg und Forchienstain, der hier am 24. Ocicber 1594 verstarb. Es ist nur darum bemerkenswert», weil dieser Mann die Seele der Unternelnnungen jenes Erzherzogs und seiner Gemahlinn gegen den Protestantismus und der besondere Gönner des durch Um in der Steiermark eingeführten und mächtig gehobenen Jesuitenordens war. Sechs Stufen, davon aber zwei erst durch die späteren Abgrabungen, welche die Negulirung der Kirchcnterrasse noch- wendig machte, beigefügt werden mußten, führen am Thore der Giebelwand in die Kirclie selbst hinein, deren Fußboden ^ s<
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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