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Blitze schleudernde österreichische Adler; daneben ein von nie-
drigen Mauern umfangener Garten voll Blumen, welche die
Winde nach allen Richtungen hin aufwühlen, und darüber die
Inschrift: 5'ulminnt, ex »Ili» et Ilinin lnzlißia ponne. (sss
wettert aus der Höhe und es öffnen sich die Giebel der Pforte.)
— Das große Bild der Mitte ;eigt hoch in den Wolken die Re-
ligion auf einem von Adlern gezogenen Wagen, das in einem
strahlenden Stern eingeschlossene Bildnis, K. Leopolds I hal-
tend; darunter die Belagerung Wiens') mit der Aussicht auf
den Kahlen- und Leopoldsberg, und im tiefer gelegenen Vor-
grunde die stiebenden Türken, welche von Rillern gcsclilagen
werden. Die Aufschrift besagt: <^u», t<5 conzuiü^ini,» ^uln-
vei-is, oi-iei-i« ut I.ucilei-. (Wenn du dich bereits für vernich-
tet halten wirst, dann wirst du erst gleich dem Morgensterne
wiedcraufgehen.) — Die dritte Darstellung zerfällt in zwei
Allegorien: die rechte Seite enthalt einen Lorbeerbaum mit
dem österreichischen Wappen, dessen Stamm eine Menge aus-
gerichteter, züngelnder Naiicrn umgeben; auf sie fallen von
dem der Sonne entgegen fliegenden Adler einzelne seiner Fe-
dern herab; darüber die Inschrift: Iloliuvata Juventus, (Die
erneuerte Jugend.) Auf der linken Seite des Vildcs entquillt
einem Felsen klares Wasser, das in ein Becken fallt; ninächst
dem Quell stehen die Worte: Inclo ^!>li<^«>u,n (von da das
Gegengift), und unten am Boden des Bassins: uinll: >».»<:-
num (von wo das Gift).
Dem Eintretenden ,ur Rechten bedecken den gegen die
Hauptmauer sich herabsenlcnden Theil des Gewölbes vier Fres-
ken, und eben so viele gewahrt man auch zur Linken. Dort ist
der Thüre Zunächst ein Springbrunnen zu seilen, dessen rei-
cher Wasserstrahl eine Kugel, woraus die Buchstaben ^ l^ I.
t). H?. sich zeigen, senkrecht in die Hölic treibt, über dein die
Kaiserkrone schwebt und die Worte angebracht sind: ^uzn igl.-,
Aluduz im^erii «tnt tunte ^»oienni. (Die Kugel der öster-
reichischen Herrschaft ruht auf einem nie versiegenden Quell.)
— Darauf folgt Phöbus auf einem Zweigespann daherfalncnd,
dessen Strahlen im Meere schwimmende Muscheln sich öffnen
und auf dem Lande Sonnenblumen üiwenden, mit der Neber-
schrifl: ^ut z^oiN« »ut )U58Ä »e^uunlui'. (Sie folgen frei-
willig oder gezwungen.) — Das dritte Vild enthält den durch
») Belagert von tcn Türken lez?, entsetzt lurch Johann in , , Sobicsly,
Konig von Pohlen, am i«. Septeml>^r dcz naniochcn Jahres.
Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918