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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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208 jetzige bockst erfreuliche Gestalt gebracht und reichlich ausge- schmückt wurde, und nicht nur dem Fürstbischof nir Verrich- tung seiner Andackt dient, sondern anck, da sie von dem Fürst- bischöfe Grafen von?!rkc am 10. August 1782 auf den Titel: „des ;wolfjäbrigen Jesus im Tempel" consecrirt wurde, >u bi- schoftichen Functionen gebraucht wird. Sie enthält mel're der Betrachtung würdige Bilder. 3)en Altar schmückt eine Nnioi' llo!oio5n, deren tiefer Seelenschmen ergreifend ist. Ihm ge- genüber bangen die drei besten Gemälde der Kapelle: ein aus- ge:eichnet berrlicher Kal'.'arienberg mit den drei Kreuzen, auf dem, ausier der geistreichen Auffassung der Sonnenfinsternis;, der dadurch hervorgebrachten cffectreichen Beleuck'tung, und der richtigen Zeichnung des Nackten in den drei Gckrenugtcn, be- sonders der Weltheiland in seinem letzten Tcheideblicke eine tiefe Rührung erweckt; eine Anbetung der Hirten und die Ankunft der drei Weisen aus dem Morgenlande, zwei Stücke, die von niederländischen Meistern zu sein scheinen. — Eine eigentbüm- Uche Kunstrichtung unserer Zeit repräsentirt das Bild von Ober- rauch, die wie ohnmächtig dahingesunkene heil. Philomene mit lange hcrabwallendem Kopfhaar, welche zwei liebliche Engel stützen, deren einer ihre Schultern mit 57el begießt. — Der heil. Anton von Padua auf der anderen Teile des Altars, ein Geschenk der Fran Gräfinn Tarnowsta, ist ein neues, aber sehr gutes Bild voll ernster, würdevoller Haltung, Färbung und richtiger Zeichnung; höchst wahrscheinlich die Copic eines Paduaner - Gemäldes. — Ringsum an den Wänden hängen vierzehn kleine Vildchcn mit den ^eidensstationen des Herrn, von Johann Lcitner, einem noch lebenden Maler; eine Copie des Bildes der kaiserlichen Gallerie von (iiuzo^c Kiliri!,, genannt il ä^nFnoIeno, welches Christum vor den Schriftgc- lelutcn im Tempel darstellt, und zwei Bilder des Iesuiten- Laienbruders Fran> Siecher, nämlich zwei Bruststücke, Chri- stus und Maria, beide mit dem strahlenden Herren vor der Brust, welche nicht ohne Verdienst und jedenfalls gelungener als jene der Piiesterhauskapellc sind. Nicht minder hat auch das lDamenstift (Nr. 19) seine eigene Kapelle, die noch immer den Stiftsdamen nun Ge- brauche dient, aber durchaus niäus Bemerkenswcrthes enthält. Die Hauskapclle des Admcntcrho fcs (Nr. 309), welche im ältesten Thcilc desselben liegt, und worin alle Sonn- und Feiertage und auch sonst zuweilen Messe gelesen wird, hat zwei sehr gute Bilder auf Kupfer, den englischen Grus! ,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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