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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 212 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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l e^in einfaches schmales Ziegeldach trägt, das eine zweite ganz freie Vcrbindungsgallerie überdeckt, die aus der eigentlichen Vurg nach jenem Schwibbogen hinübcrfülnt, mittelst dessen die Vurg mit der Domkirche :u!ammenbängt. Die an diese Mauer beiderseits sich anschließenden schmalen Gebäudetdeile enthalten nur wenige breite Fenster und sind übrigens ganz unbedeutend. — Die mancherlei einzelnen Abteilungen des weitläufigen Gebäudes enthalten des Merkwürdigen und Se- hcnswerthen noch immer ziemlich viel. Durch das cbenbeschricbene Tlicr betritt man den ersten der vier Hose, welche die Vurg einschließt, und befindet sich u»< tci jenem hohen '.'on schlanken Pfeilern getragenen Gewölbe, welches dem erwähnten Verbindungsgangc zur Unterlage dient, und au das sich eine ebenfalls von gegliederten Mauerpfcilern gestützte, überdachte Einfahrt anschließt, unter deren» Schutz rechts eine gewöhnliche neuere Stiege in die kaiserlichen Appartements (jetzt die Wohnung des Landes-Gcuvcrucurs) und links eine offene mit korinthischen Säulen und schöner Stuccaturarbeit, dem kaiserlichen Adler und anderen Verzierungen reich geschmückte Stcintrcppe in den älteren und zwar in jenen Tbcil des Ge- bäudes geleitet, den heut <u Tage das k. k. Gubernium (die höchste politische Landeestcllc) mit den ilnn bei- oder unterge- benen Behörden der Vaudirection, des Fiscal-, des Vücher-Ne- visicnsamtes :c. inne bat, und der dem Tome ;unachst gegen- überliegt. — Der Anblick dieser Treppe, vom Hose aus angesehen, in Verbindung mit der Einsalirioballe, den darüber liegenden Verbiudllugsgängen und dem dabinter sich erbebenden Tome und Mausoleum ist ein hockst malerischer, und diese Partie un- streitig die interessanteste der gaiuen Vurg.— Eine dritte höchst eigenthümliche Toppelwentcltrcppe, das merkwürdigste Vaustück des ganzen Gebäudes, fülnt im Hintergrunde dieses Hcses in einen anderen um ein Stockwert böber gelegenen Hof und zu Gängen, welche unstreitig dem ältesten Tlieile der Vurg an- gehörten. Diese Eicmtreppc besteht aus zwei Armen, die sich abwechselnd vereinigen und wieder treuneu, und in dieser Ge- stalt, bei zierlich ausgeschmückter Spindel und Einfassung, bis in das zweite Stockwerk emporsühren. Gin Vrunnen immer fließenden Wassers, das zuerst Erz- herzog Karl II. im I. 1571 (siehe S. 8) vom Nosenbcrgc hatte hcreinlciten lassen, belebt durch sein melodisches Plätschern die Einsamkeit, welche gewöhnlich in diesem Hottaume herrscht, , an dessen hohen Wänden mau, außer dem Uhrthurmc, der
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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