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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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schon aus älterer Zeit ber ein Fechtmeister besoldet wird, wel- cher die Verpflichtung hat, die ihm von den Ständen uigewie- scnen Zöglinge des k. t. Eonvictes oder auch andere Jünglinge ständischer Abkunft in seinen Fächern zu unterrichten. In dem weiterhin sich zeigenden Gebäude des k. k. Kreisamtes (Nr. 165), der obersten politischen Behörde des Grätzer-Kreises, waren anfänglich die Dominikaner und in der letzteren Zeit bis zum I. 1899 das Pricsterhaus oder Semi- narium der Seckaucr-Tiöccsc, welches vom I. 1742 bis 1757 von dem hicsigcn Stadtpfarrer Alois Vartholdi, unter dem Vischof Leopold III., Ernst Grafen von Firmian, gestiftet, durch den Dcchant zu Kirclischlag, Ioscpli von Ncuburg, bcreichcrt und lm I. 1778 durcb den Vischof Icl'ann VI., Philipp Grafen von Spauer, mit 19,999 fi. beschenkt wurde. In dem zuerst genannten Jahre wurde dieses Institut in das ehemalige Je- suiten - ssollegium übersetzt, damit Anfang des Mililärjahres 1899 dieses Haus dem t. k. Kreisamtc zu Amtslocalitätcn überantwortet werde. In der Herrcngassc liegen: die k. k. Propstei und Haupt-Stadtpfarrc (Nr. 193), von der bereits S. 186 die Rede gewesen, und weiterhin die k. t. Hauptmaut (Nr. 295); die letztere aus zwei in eines vereinigten Häusern gebildet, deren eines im I. 1728 dem Hcrrn ^crdinand Gra- fen von Trautmannsdorf gekörte, gereicht der Stadt eigentlich durch die gewöhnlich vor ihr stehenden Last- und anderen Wä- gen zur größten Nnucrde und Unbequemlichkeit. Sie dient dem t. k. HaupNoll- und Verzchrungssteuer-Oberamte zum Amtsgebäude. Das Landhaus (Nr. 219), der Versammlungsort und das Amtshaus der Landstände des Henogthums Steiermark, ist ein altes ehrwürdiges Gebäude, das nicht bloß in geschicht- licher, sondern auck in architektonischer Hinsicht ni den merk- würdigsten Häusern von Grätz gehört. — Sclion vor einem halben Jahrtausend stand nächst dem Landhausgäßchcn und der Herrengassc ein Gebäude, die Kanüei genannt, das, nach dem Namen zu urtheilen, schon damals öffentlichen Schreibegeschäf- ten gewidmet war. Am 28. April 1494 kauften die Prälaten und der Adel des Fürstcntbums Stcicr dieses Haus (siehe S. 6), welches sie zu des Landesfürstcn und des Landes Angelegenheiten, und zu öffentlichen Verhandlungen bestimm- ten; darum befreite es auch K. Max I. durch eine zu Kclln 15
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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