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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Seite - 226 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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226 am 39» Juni 1-494 ausgefertigte Urkunde von dem Grund- zinse und jeglicher Steuer und allen Gemeindelasten, zu denen cs früher verpflichtet war. Noch mehre andere Ankaufe benach- barter Häuser geschahen von Seite der Landständc im Laufe des darauffolgenden und im Anfange des siebzehnten Ial'rlmn- derts, deren Besitz den Ständen Gelegenheit gab, den Pallast zu seiner gegenwärtigen Größe zu erweitern, und «war zuerst den noch jetzt bestehenden geräumigen sogenannten Rittersaal, welcher gegenwärtig eine Art Vorsaal des jetzigen Landtags- saalcs bildet und bei großen Produktionen des MusiVereins als Eonccrtsaal benützt wird, zu bauen. 3er westliche Theil des Gebäudes scheint schon im I. 15>N vollendet worden ;u sein, wie der in der Schmidgasse am Eingänge in das Landl,ausgäß, chen hoch oben eingemauerte Stein mit der Iaknalü 15,il an» zeigt. Die Wände dieses Saales waren einst mit den Wappen der damaligen ständischen Geschlechter der Steiermark ausge- schmückt. Indessen wurde scwol an diesem Saale, als auch an dem ganzen nördlichen Tlieile des Landhauses mit längeren Iln^ terbrechungcn bis beiläufig zum I. 1565, nicht nachgezeichne- ten Plänen oder Baurissen, sondern nach Modellen fortgebaut und die oben erwähnte innere Einrichtung vollendet. Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wurde der große, «wischen den zwei Höfen liegende jetzige Landtagssaal, in dem die Landtage und durch die Gefälligkeit der Stände jährlich anch die allgemeinen Versammlungen der Landwirlhschafls-Gesellschaft und des in- ncröstcrreichischcn Industrie-Vereins abgehalten werden, erbaut, bei welcher Gelegenheit, als man nämlich den Hanpteingang in denselben durch die Wand des Rittersaales brach, die früher crwälmten Wappen zerstört wurden. Jener Saal hat ein lebens- großes Vildniß de» K. Franz I., von dem Hcftammermaler Höchle im I. IK11 gemalt, und einige gute Filter über den Thüren. So erlangte das Landhaus nach und nach seine jetzi- ge Gestalt ' ) . Heut zu Tage ist es ein langes, zwei Stockwerke hohes Gebäude, das den Vcschaucndcn durck seine gealterten schwarz- grauen Mauern; durch die unsrineirischc Stellung der beiden Thore, davon nur eines wirklich ein solches, das andere hinge- gen nur scheinbar ein Thor ist; durch seine in den zwei unlc- <) Sichc h,eru!,cr lcn Aufsatz des stän». Archivars, hrn, I, Warlinqer i Eütsteliunq des Lanl>!)>,uscs «0>r Stu„0chauscs >n >.«r>,y: >n »cr neue» Folge ocr stcicrnmrt. Zc>tschr,lt voi» I, >8)U, !. Jahrgang, l, Hcft, S. llü u. s ,r.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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