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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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während des Jahrmarkts die Töpfer ihre Geschirre aus, stehen stets einige Fiakers, befinden sich das Poststallamt im Gast- hofe zur Stadt Trieft (Nr. 71) und die t. k. stcierm. Obcr-Postvcrwaltung, Vricfpost- und Postwagen-Expedition in dem großen stattlichen Iakominihause (Nr. 121), in dem auch der Industrievcrein seine Kan;lei, Zcichnungsanstalt und Musterwaarcn-Sammlung und das k. t. Lottoamt sein Amts-Locale hat. Die Statue am Brunnen im Hofe dieses Hauses, so wie auch das den Merkur, als den Gott des Han- dels, darstellende Basrelief am Giebel des Hauses, sind vom Prof. Klicbcr. In dieser Vorstadt liegen auch in der Zimmerplahgasse das Coliscum (Nr. IN?) und die ständische Hufbe» schlag-Lehranstalt (Nr. 189), von deren letzterer an einem anderen Orte die Rede fein wird. — Das Erste«, ein großes, im Gevierte erbautes Gebäude ohne Hof, dessen Stelle ein kreisrunder, 65 Fuß hoher und 64 Schuh im Durchmesser haltender Saal einnimmt, der sein Licht von oben mittelst einer nach der Angabe der Herren Zimmermeistcr Christoph und Anton Ohmeyer ausgeführten kuppelförmigcn Lichtöffnung empfangt, zwei Gallerien und fünfzig logenartigc Abtheilungen enthalt, wurde von dem Architekten und Fabrik»-Inhaber I. V. Witlialm, dessen Eigenthum es noch ist, in den I. 1838 und 1839 mit einem Kostenaufwande von mcbr als 60,099 st. E. M. erbaut und zunächst für Militär-Einquartierungen be- stimmt, aber auch sonst noch >u Bällen, Ncunicnen und grö- ßeren Volksfesten, der runde Saal auch, jedoch sehr selten, zu equilibristischen Künsten und )u Productionen in der Kunstrei- terci benutzt. Dieser Saal ist auch für die öffentlichen Sitzun- gen der Naturforscher bestimmt, welche sich im nächsten Herbste liier versammeln werden. Von Außen n> niedrig und zu ge- drückt, macht dagegen im Innern die große Eintrittohalle mit der breiten, in guten Verhältnissen erbauten Stiege, welche in die oberen Gemächer und Säle führt, einen durchaus entspre- chenden Eindruck. Die linke Seite, gleich dem hintersten Flügel, dem geselligen Vergnügen gewidmet, 18 Fuß hoch, 42 Fuß breit und 360 Fuß lang, ist durch Glaswände in drei Säle gc- tlieilt. Die rechte Seite und das Erdgeschoß find gemeinhin zur Einquartierung bestimmt, ,war von den derilnicrhaltung gewid- meten Räumen gan> getrennt, können aber doch wieder mit ihnen, wenn es große Feste erbeischen sollten, in Verbindung gesetzt werden. So hat es hinlänglichen Raum für 1400 Mann Mi- ,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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