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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Utäl und kann bequem 2 —3WÜ Menschen ;u geselligem Ver- gnügen aufnehmen. I» diefem Iabrc wird noch eine gan; neue Gallcrie zu Speisesälen hiiuugcfügt, in denen sich im Herb- ste die Naturforscher ;u,n Mittagc>!»alc vereinigen werten. — Außer dem Coliscum ist in diesem viertel auch noch das Haus 3ir. 196 zur Unterbringung !ec> Militärs in eine Kaserne um- gewandelt; am Zimmerplatze eine Firnißfarbeu-, dann Hol^- petrificaiicns^ Erzeugung (Nr. 1!>?) und in der Klosterwics- gasse (Nr. 114) eine Vagenfadrit bemerkenowertb. In der Neitschulgassc lieg! die ständische Reitschule (Nr. 98), an der die Stände der Steinmart schon aus alle- rer Zeit her einen bereiter, welcher Zugleich die Reitschule dc- aufsicktigl, besolden, der die Verpflichtung hat, die ilnn von den Ständen lugcwicfenen Jünglinge ständischer Al'tunst in seinem ivache ,u unterrichten, wofür er außer einer Besoldung von 7NU fi. noch freie Wolnning genießt nnd ,i<)0 fi. nir Un- terhaltung >.'on Schulpfcrden bezieht. Nach dem Vrcmde des ständischen Theaters war in ihr vom Jänner 1824 bis Octo- ber 1825 die Schaubülme aufgeschlagen. Am Glacis, von ihr nur durch die ßliaussee getrennt, liegen der Hcl;platz, de>Ien Bcstiuunung schon der Namc bezeichnet, und las VetHaus der evangelischen Ge- meinde (Nr. 37). Der erste« ist erst in der neuesten Zeit entstanden (siebe S. 106) uud auf zwei Seiten von hübschen Häusern umgeben, während die dritte gegen das Glacis hin offen und die vierte von der Gartenmauer des evangeli- schen Vethauses begräntt ist. Tiefes ist ein Eigcntlmm der evangelischen Gemeinde augsburgischer und helvetischer Con- fession. Wenige Jahre, nachdem Martin Luther seine Thescs ge- gen den Ablaß in Wittenberg öffentlich angeschlagen, ja schon zur Zeit, als der Reichstag ,u Augsburg (!>',,W) der neuen Lehre nock keinen festen, gesetzlichen Halt gegeben hatte, wa- ren nämlich die Grundsätze der Reformatoren bis in diese Ge- genden vorgedrungen; denn damals schon hielt sich seit einiger Zeit bei der deutschen Ordenskirche St. Kunigund am Lcech ein Prediger der neuen Lcbre auf, die er iin'geHeiin ni verbrei- ten suchte; und um dieselbe Zeit pflegte auch, begünstigt von Jakob und Scufried von Eggenberg, ein alter halbblindcr Mann, Namens Balthasar, unter einem großen Lindcnbaume in der Eggenbergisckcn Stift (siehe S. 2-13) unter großem Zulaufe des Volks die Lehre Luthers zu predigen; im I. 1530 end-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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