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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 277 -
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Seite - 277 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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Theil der beiderseitigen Thurmmauern für sich in Anspruch nimmt. Im obersten vermauerten Theilc des Spitzbogens der lies und mclnfach eingeschmiegten Thüre ist ein altes Marien- bild aus Hol!z geschnitten, das von einer Zierlichen Eindachung nach Art eines Altarhäuschens überragt wird. — Das Aeußere der Kirche ist übrigens durchaus schlicht; auch die Strebepfei- ler sind ohne allen Schmuck; das Dach gegen die Thürme I'in eben so gesenkt wie gegen den dreiseitigen Chorschluß. Die das Chor umstehenden Fenster sind schmal, jene des Schiffes lungegen ungewöhnlich breit und im Spitzbogen mit Kleeblät- tern, sich durchschneidenden Kreisen und dergleichen Schmuck, so wie auch mit ansehnlichen Ueberrestcn alter Glasmalereien verziert. Ilnter den mancherlei Orabmälern, die an die äußere Kirchcnwand gelehnt oder in sie eingemauert sind, verdienen außer einigeil alteren die Denksteine der bekannten steiermär- kischcn Dichter Johann von Kalchberg ') und Karl Schröckin- gcr ") Beachtung. — Einer der interessantesten Gegenstände, so sich an dieser Kirche vorfinden, ist ein Flügelgemälde, das jetzt unter der Wölbung der früher erwähnten Stiege rechts vom Seiteneingange der Epistelscite hängt, und schon längst vor sei- ner gänUichen Zerstörung, die nun nicht medr abzuwenden ist, an einen Ort hätte übertragen werden sollen, an dein es den unmittelbaren Einwirkungen der Atmosphärilien weniger ausge- setzt gewesen wäre als hier. Auf drei zusammengefügten Hclz- tafeln ist die (Lottes-Jungfrau und neben ihr die heil. Var- bara und Katharina abgebildet. Die Erste«, welche die mitt- lere Tafel einnimmt, sitzt auf einem breiten Throne, dessen Valdachin von Engeln cmporgehalten wird. Ein dreifaches Patriarchenkreuz ruht in ihrer Rechten. Ihr liebliches Antlitz ist voll himmlischer Güte und Anmuth, worin aber eigentlich alle drei weiblichen Köpfe mit einander wetteisern; doch ist der Kopf der h. Katharina, welche zur Linken der Madonna steht, einer der schönsten, welche uns die altdeutsche Schule geliefert hat. Sowol der auf Leinwand gelegte Kreidcgrund, als auch die eingedrückten Goldvcnierungen deuten auf eine frühe Zeil seiner Anfertigung, und der Adel der Gestalten, der mehr großartig angelegte als kleinlich gebrochene Faltenwurf und die richtige Zeichnung verrathen einen sehr vorzüglichen Maler seiner Zeit. ») Gl'borc,, >!»> >5, März <?S5; gestorben zu Ora,z am 2. Fcbr, «) Er starb zu !lL>c» »» I. lüi».
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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