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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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ruliigern Irren unterbringt. Die Ziminer sind durchaus licht, deck und gewälnen eine freie Aussicht; überließ e»ll)ält jedes Geschoß ei» großes Arbeite- und Speisezimmer. In demsel- ben Gebäude ist auch tie Wol'nung des Ordinarius. Zwischen der altern und ncuern Anstalt liegt der mit Alicen bepflanze Garten, der durch eine Bretterwand in ^wei Tl,eile für beide Geschlechter geschieden ist. Jener für Männer ist mit einer ilegelstatte, der für Weiber mit Gartenbeeten zur Vepfianzung '.'ersehen; neben dem altern Gebäude befindet sich ein eigenes Badeliaus »nit den nölhigcn Vorrichtungen zum Touche-, Spri!>-, Äegcnbad u. s. w. Troy der im Ialne 182? erfolgten Erweiterung der Ir- renanstalt steht die Größe der ^ccalilät mit der Zahl der darin befindlichen Irren in keinem Verhältnisse; selbst die kleinsten hellen sind mit drei biö vier Betten belegt, und Tobsüchtige tonnen nicht immer von den Nebrigen geirennt werde». Bloß ».ich den Oicschlechtern und Zalilungc'classe» der Irreil findet eine vollkommene Scnderung Statt. Das! diefc Vefchränktl'eit des Naumcö auch dein Heilzwecke nicht forderlich sei, «nier- liegt keinem Zweifel '). Auü demselben Onunde ist cö schwie- rig , die Beschäftigung der Irren nach ei,iem grosien» Masi- stade ^u leiten; die Äiänner werden angehalten, Hol', für die Heilanstalten m schneiden und ^u trage,», die Weiber 'lim Hpinncn, Stricken, Nälien; die Gebildeteren sucht man durch ,^'ectüre, wonl eine kleine Hausbibliothet und mehre Zeitschrif- ten anü dem ^eseverein deö Ioanncumü diene», durch Ab- schreibt! u. tgl. ;u beschäftigen. In Rücksicht aus Kleidung und Verspeisung gelten im Wesentlichen dieselben Vestimmungcn, wie im Krankenyause. Besuche bei Irren sind nur gegen eine Einlaßkarte deö ^r- tinari»!? gestattet. Die Vcrpflegökosten, die für Irren aus dem Pomö- rium Gräy monatlich, für Auswärtige aber vierteljährig m entrichten sind, belaufen sich in der ersten Claffc täglich auf l fl. 1« kr. C. M., in der zweiten auf -i« kr., in der dril- len auf 24 kr. Im Durchschnitte tostet ein Irre jährlich un- gefähr 125 fl. C. M., also weniger, als in den frühen, Jah- ren, indem die Auslagen beinahe 15«) st. betrugen. Der Ordinarius, welcher einen Gewalt von 800 ft. O. M. bezieht, wird durch einen' chirurgischen Practicanten un- !, D^'r zu gcwarl>ge»?c Bau eines neu>n Irre,'>!>>uses wird auch m d>,>
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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