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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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368 jetzigen Arbeitshauses bestimmte. Als jedoch K. Iosepl, II. jene großartige Reform aller Humanitäts-Anstalten vornalnn, wurde sie mit dem allgemcinen .<ira»tenl,ause vercinigt und in den östlichen neucrbautcn Flügel, desselben verlegt. Seit dem Ialnc 1l->64 nalnn sie endlich den nordöstlichen Tlieil des Nö- ckeinaunischcn Hauses ein, wo sich auch die Findlinge befan- den. Ein und dasselbe Gebändc >si fcrners zwischen Irren und Wöchnerinnen geil'cilt, und bei^ e Anstalten haben ein V>aupt- tl'cr gcincinschaftlich. Die Localital ist zuweilen deftigen Nord- windcn ausgesetzt und hat wenig Sonne, übrigens eine freie und erböbtc '.'age. In jedem der zwei Stockwerke sind breite, geschlossene Wange, und bei guter Witterung können die Schwän- gern und Ammen auch den geräumigen Hof und Garten zur Erholung benutzen. Im Ganzen hat die Anstalt einen Vclegraum von un- qefäbr 150 Vcttcn für Erwachsene, jene sür Neugeborne un- gerechnet. Dennoch steln auch diese Loyalität mit der Anzahl der Allüunebmenden in keinem Verbältnisse, was eine nach- thciligc Neberfüllung der Tale ;ur i>clge hat. Die Auszunehmenden werden nach den Verpstegsgebüb- len in vier Classen gctheilt. Die erste zahlt laglich 1 fi. 1'H kr. C. M., die zweite 48 kr., die dritte 24 kr. Zur vierten Ciasse gel'ören jene, welche man unentgeldlich, jedoch gegen die Ver- bindlichkeit aufnimmt, sich nun Ilnterrichte und nach ihrer Gnt- bindnng zum Ammendicnstc verwenden ^u lassen^ auch wer- den sie zu den verschiedenen Arbeiten im Hause angehalten. In der Negcl wird keine Schwangere vor dem siebenten Mo- nate aufgenommen. Mit der ersten (slassc ist der Anspruch auf eigenes Zim- mer und eigene Bedienung verbunden, nach der zweiten und dritten befinden sich Mehrere in einem Zimmer und haben eine gemeinschaftliche Wärterin». Schwangere der beiden ersten (blassen sind nickt verbunden, den wabren Namen anzugeben, sondern überreichen ihr Nationale in einem versiegelten Zettel, auf dein man die Nummer ilnes Zimmers und Bettes be- merkt. Er wird ihnen beim Anctrittc aus der Ansialt nirück- gestellt, und nur im Falle ilnes Absterbens «urückbedalten. Ilebrigens dienen die für die Gebäranstalt in Wien erlassenen Vorschriften auch für das hiesige Institut zur Richtschnur, da- her eine nähere Erörterung derselben überflüssig erscheint. Wie das Krankenhaus, ist auch diese Anstalt eine prac- ! tische Schule und der Ordinarius zugleich Professor der ge- H
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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