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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 372 -
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372 meinen ssranlenhause von den chirurgische» Candidaien vacci- niren, um ihnen die »ölhige Hebung im Impfgcschäfte zu verschaffen. Die Auslagen für die ^indelanstalt belaufen sich nach einem Durchschnitte aus den Jahre» l«3«, 153U u»d 1^40 auf 76,65,6 fi. (5. W., und die Staatskasse mußte mit 54,300 fl. das Dcficit der Einnahmen decken. Ein Findling kam jähr- lich auf 22 fi. C. M. ;u stehen, wenn man nicht nur seine Verpftcgskosten, sondern alle Auslagen in Rcchnung bringt. 8- 4. Die Arbeitshäuser. Da die Aruienanstalten eines Ortes in so lange ihrer Vollendung entbehren, als sie keine freiwillige Arbcitsanstalt und kein von einem Strafhause seinem begriffe nach verschie- denes Zwangsarbeiishaus besitzen, so war man auch in Gratz schon längst darauf bedacht, diese drei Arten öffentlicher oder Gemcindcanstallen hier ins Leben m rufen. Die ersten Ve- mülningen dieser Art führen uns in die Zeit der Regierung des 5. Karls VI. zurück. Dieser Monarch befahl mit aller- höchster Entschließung vom 4. Van 1733 die Errichtung eines Zucht- und Arbeitshauses in Grätz. In dieses auf einem dem Armenhause entbehrlichen Grunde mit einem Kcstenauf- wandc von 12,93« fi. 24 kr., wo:u die Landschaft 2U«n> fi. beitrug, neu erbaute Haus wurden sowol betrügerisches Gesin- del, als auch arbeitsscheue Leute aufgeuommcn, und in der hohen Veiordnung vom 6. August 1735 ausdrücklich erklärt, daß das Zuchthaus eigentlich ei» Arbeitshaus sei. Schon damals wurden dieser Anstalt ein ständischer Veitrag jährlicher 1600 ft. und verschiedene Zuflüsse von Redouten, H'illarls, ,<lassehschänteu u. dgl. m. Zugewiesen. — Tie Nothwentigkeit cer Trennung von Zwei so wesentlich verschiedenen Anstalten, wie Zucht- und Ar- beitshäuser sind, fühlte man erst viel später. Die allerhöchste Verordnung vom 16. August 1760 befahl daber die Errichtung eines besonderen Arbeitshauses, welche im I. 1764 im Gan:en 17,l40 fi. 10 kr. kostete. Dabei wurde der nächste Zweck desselben dahin ausgesprochen, arbeitsscheue, aber sonst eben nickt strafbare Landstreicher zur Arbeit aiuuhaltcn, daran so wie auch an Ordnung ;u gewöhnen und durch Nnterricht zu bessern; «»gleich aber auch dienstlosem Gesinde Gelegenheit ZU einem Verdienste ni geben, wodurch der erste Anstoß zu K einer Anstalt freiwilliger Arbeiter gegeben, die aber erst mit '
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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