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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 374 -
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374 Lustschlosses wurde auch »ach der Ileberlraguüg des Arbeits- hauses in die Stadt als ein Eigentlmm des ^wangsarbeits- hauses angcselien und als solches auch stets behandelt. Als hierauf im Ial're l k!)4 das Provinüal-Strafdaus in das- selbe kam, wurde nach einiger Zeit der Verkauf des Gebäudes an das hebe Aerarium anbefohlen und der dafür «errechnete Betrag dem Aonde des Zwangsaibeitshanses, der für einen Provinualfond erklärt wurde, ''»gewiesen, obgleich die Anstalt selbst ämtlich durchaus als eine ^ocalanstalt erscheint. Einen noch geringern Erfolg l'atte seit dem I. 1784 das freiwillige Arbeitshaus, welches damals den Na- men einer t. k. Versorgungsanstalt (siehe S. ^- l ) fül'rte; denn dieses wurde von den dienst- und arbeitslosen unteren Volksclassen fast gar nicht benutzt und ging deßl'alb nach eini- gen Ialnen von selbst wieder ein. — Im I. l>i,i^ machte der Armenvercin mit einem freiwilligen Arbeitsbause iil der Mur'.'orstadt im Krcis'schen Hause einen zweiten Versuch, der aber auch einen unbedeutende!: Fortgang l>atle und eben deß- balb und des damit verbundenen Verlustes wegen noch im nämlichen Ialire wieder aufgegeben wurde. In der Zwischcineit bestand das Zuchtl,aus ans dem Schlcßberge bis mm I. 1^04 fort, in welchem das Provin- zial-Straf- und Zuchlliaus errichtet, das Jagd- und Lustschloß Karlau vom Militär abgetreten und seiner gegenwärtigen Vc< stimmung gen'idinet wurde. Das Zwangsarbeitslians (am Grics nächst dem Sie- chenhausc Nr. 1U24) ist kein Strafort, sondern eine Anstatt zur Beschäftigung und Besserung von Mnssiggäügcr», arbeits- scheuen Vagabunden und Bettlern durch Arbeit, Gewöhnung zur Ordnung und Unterricht in der Neligion, den ein eigener Seelsorger erteilt, und in den Elcmentarienntnissen, ;u wel- chem Zwecke besonders die Sonn- uud Feiertage benutzt wer- den. — Beide (Geschlechter sind streng von einander getrennt, stets sorgfältig beaufsichtet und in großen Arbeitszimmern zu anhaltender Tdäiigleii genöthiget. Die Arbeit der Zwangsarbeiler bestand vom I. 1^08 bis ,um Schlüsse des I. l^,i-l im Krampeln und Spinnen der Schafwolle; doch nalnn der daraus sich ergebende, anfäng- lich reichliche Verdienst von Jahr zu Jahr mehr ab, bis end- lich zu Ende des letztgenannten Jahres die hiesigen Tuch- . macker diese Beschäftigung gämlich einstellten. Gegenwärtig ^ ist die Wäschereinigung für die öffentlichen Wohlthätigtcils-,
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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