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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 413 -
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Seite - 413 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

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413 ß Eine andere Belustigung gewahrt der dienenden Vlaffe, den Gesellen und Lehrjungen und selbst den Studierenden die türkische Musik, welche bei anbrechender Nacht zum Zapfen- streiche gemacht wird, und unter deren Schall die betreffende Bande einige Straßen der Stadt und der Vorstädte durch- wandert, begleitet von einem tickt gedrängten Schwärme von hcrlustigcn Leuten der eben genannten Art. Die höheren Ständcclassen ergötzen sich auf ganz andere Weise. Die Sucht des Sichscl, cn lasse ns befriedigt die Grä- tzer schöne Welt auf dem großen Glacis, auf dem nach Ver- schiedenbcit der Jahreszeiten in den Vormittagsstunden «cn 11'/y bis 1 Ilhr und Nachmittag von 3 bis 5, im Sommer jedoch von 7 bis 9 Nhr, Jung und Alt in buntem Gedränge auf- und abwogt. — Die Maskenbälle, welche zur Zeit der Fastnachts-Lustbarkeiten im ständischen Rcdoutcn-Saale abge- halten werden, haben von ilncr früheren Bedeutung viel ver- loren, auch an Wohlanständigtcit eben nicht gewonnen, und werden darum, zwei bis drei bestimmte Tage ausgenommen, an denen die Säle der Rcdoute überfüllt sind, meist nur von Personen der mindern Classcn besucht. Die Schlittenfahrten, welche durch Ialne außer Mode waren, kamen in den jüngst abgelaufenen Jahren auch hier wieder in Schwung und werden sowol von Honoratioren, als auch vom hohen Adel veranstaltet; ja selbst die Studierenden machen sich dieses Vergnügen, wobei immer ein entfernterer Velustigungöcrt, z. B. der Buntigam, oder ein Gasthaus in Premstätten u. s. w. das Ziel der Fahrt ist. Auch das Schlittschuhlaufen wurde bisher in Grätz mit Lust getrieben. Der Hauptschauplatz dieser Belustigung war der nun ganz verschüttete und zu Bauplätzen verwendete sogenannte Breunerteich (siehe S. 55), an dessen Nfcr sich an Sonn- und Feiertagen nicht selten eine große Menge von Zuschauern einfand, insbcsonlers aber dann, wenn die Päch- ter des Teiches für Musik gesorgt halten. In die Reihe derjenigen Vergnügungen, denen viele Bewoh- ner von Gratz, besonders aus dem Stande der Beamten, Guts- besitzer und des Adels, letztere mit Leidenschaft, obliegen, gehört die Jagd, so gering auch die Auebeute derselben ist (siebe S. 58 u. 97). — Zu de» ländlichen Vergnügungen der wohl- habenderen blasse muß noch die Weinlese gerechnet werden, welche gewöhnlich im Kreise guter Bekannten abgehalten, den
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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