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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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5 l tt mindert seine Sensibilität und crböht seine Reactionskrafl, wirkt bethäiigend auf das Venen- unl Lvmphsustem und bei- nahe spezifisch auf die weiblichen serualorgane; für seine rei- ;ondc Wirkung auf die Haut spricht schon das schar!achrotl,e fliesclartigc Exantliem, das oft nach einigen Badern uiui Vor- schein kommt. Nebrigtns ruft es nur fetten heftige und ficber- l,afte Reacticncn hervor. Seine Heilkraft') hat sich dalier am häufigsten und vorzugsweise bewährt: l) in Nervenkrankheiten, besondcrö des Gangliensvstl'ms, daher in Hvsteiie, Hypochon- drie, gegen Migräne, nervösen Schwindel, Magenkrampf, Veitstanz, nicht veraltete Lähmungen; 2) gegen chronischen Rheumatismus und Gicht, sie mag nun als Gelenkaffcction oder in einer verlarvten Form auftreten. Kontracluren und Verkrümmungen der Glieder, hartnäckige Anschwellungen der (Gelenke werden oft auf eine überraschende Weise durch das Bad gehoben; ^l) gegen Tcropheln und uvar unter ihren proteus- artigen formen, am wirksamsten gegen Milchschorf, beschwüre, Beinsraß; 4) gegen Krankheiten des weiblichen Zerualftistems, als: weißen Fluß, passiven Mutterblutfluß, ^ntkräftiing nach schweren Wochenbetten, 'Anomalien der Reinigung, Bleichsucht. Tie Heilkraft des Bades gegen diese Massen von Krank- heiten ist so ausgezeichnet, das« es mit Recht den Rainen eines Fraucnbades führt, und die Zahl der weiblichen Gäste ist daher so überwiegend, daß sie sich ;u den männlichen ungefähr wie li zu 1 verhaltet. Daß aber die Quelle auch in chronischen Nnterleibskrankbeiien, besonders gegen Hämorrl'eidal- und Harnleiden gute Dienste leiste, beweist sede (5ur:eit durch zahl- reiche ^-älle; nur theilt es diese Wirksamkeit mit den meisten Bädern, und wird von vielen darin übertroffen. Wahrhaft entzündliche Affectionen, Saburralmstand der ersten Wege und chronische Katarrhe, die von ausgebildeter Lungensucht herrüh- ren, sind Gegenameigen des Bades. Das warme Bad wird vorzugsweise in Gebrauch gezogen, wenn es sich um die auflösende Wirkung handelt, und beson- ders von sensibeln Individuen benutzt, die sich durch laue Wan- nenbäder, deren Temperatur man allmählig vermindert, !u den tüiüen sich vorbereiten; um die auflösende Wirkung dec> Bades »och ni erhöhen, wird das Mineralwasser auch getrunken. V>n,ze Vnlvlele seiner W,rksa»,keit finlcn ssch in tl'N V aus e?,n Sxchenkaiisc m (Yray r°n 2r, We,^>c,n ,»! I chcr B, i» oder ncucst,' ,vc>qe Lo l>> >n,ü ,,> ,r,chc>» N>>l>jen rom I. >Ul« — >ü«U ,„i Al>lmcrksan>e» erschiene»
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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