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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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I517 Die kühlen Bäder, deren tonische Kraft nicht nur von dem Mincralgchalte der Quelle, sondern anch durch ihre nie- drige Temperatur bedingt wird, verdienen im Allgemeinen den Vonug bei Nervenleiden aus Schwache, bei Husterie und Hy- pochondrie, passiven Blutftüssen u. s. w. als Vorbauungs- und Nachcur gegen den Rheumatismus und die Gicht. Nebrigcns sind ihre Heilkräfte mit jener der einfachen kalten Bäder nicht identisch, t>a viele Kranke in Tcbel genesen, die jene ohne Erfolg gebrauchten. Der Grund mag zum Thcilc in dem con- stautcn Temperatursgradc der Quelle m suchen sein, der sie nur unter die kühlen Bädern einreiht, aber gerade für eine medicmischc Anordnung sich am häufigsten eignet, da die Reiz- cmpsänglichkcit vieler Kranken eine kühlere Temperatur nicht verträgt. Vergleicht man Tobelbad in Bezug auf Heilkräfte mit anderen Vadern, so findet sich mit jenem von Vöslau bei Baden eine überraschende Aehnlichlcit. Immerhin gehört dasselbe ni jenen Heilquellen, die ;war nicht durch europäischen Nuf glänzen, aber in Bezug auf ihre Wirksamkeit nicht die letzte Stelle einnehmen. Die ganze Vadesaison dauert von Mitte Mai bis Mitte September, und ist in Touren, jede ui 24 Tagen abgetheilt; die Zal'l der ,u gebrauchenden Bäder wird durch ihre Wirkung bestimmt. Die Badenden haben keine besonderen Vorsichten und Curregeln außer den gewöhnlichen <u beobachten. Er- scheint im Verlaufe der ssur ein Vadcausscklag, so hindert er den weitern Fortgebrauch nicht, sondern pflegt vielmehr bei einer Unterbrechung der Vadecur langsamer zu verschwinden. Die innere Einrichtung des Vadcs und der dazu gehö- rigen Localitäten ist folgende: In der Mitte des kleinen Qrtes ist das Badhaus gelegen, welches ein Geh- oder Vollbad und mehre Wannenbäder ;ur Benützung der gewärmten Quellen enthält. Das Bassin des Vollbades ist auf eine solide und zweck- mäßige Art von Marmor gebaut, und wird durch eine Nöh- renleitung täglich zweimal gefüllt. Zur Bequemlichkeit der Ba- denden ist es mit einer Vorrichtung versehen, das Niveau des Bades nach Belieben zu verändern. Nunnitelbar an das Bas- sin schließen sich zwei Ankleideummer für Herren und Frauen. In dem entgegengesetzten Theile des Gebäudes befinden sich vier Zimmer, jedes mit zwei kupfernen verzinnten und bis auf 8 — 9 Zoll versenkten Wannen.
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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