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denkbüchern ^) schreibt er fast nur Grec, und Gictz, aber
an zwei Stellen auch Grätz und sogar einmal Gratz, wcr-
aus sich klar ergibt, daß kein Grund vorhanden war, sich über
die auch in unfern Tagen noch abwechselnden Schreibweisen
lustig m machen. — Zeitgenosse des großen Kaisers war Jo-
hann Turmaur, nach seinem Geburtsorte Aventinus genannt,
welcher in seinem schon im I. 1522 vollendeten Werke: ^n>
n»I«z ilaiaiuln die Stadt Val'risch <^r<it6 und Ol»L>
oium nennt"). — An ihn reiht sich der berühmte Diplomat
und Reisende an, dem Europa eine genauere Kenntnis» des
Reichs der Moskoviter im XVI. Jahrhunderte verdankte, Sig-
mund Freiherr ;u Herberstcin, kein Ausländer, sondern
ein Steicrmarkcr, kein Mann, den man, wie Freiherr von
Hammer sich ausdrückte, einen Nachbeter der Mode nennen
kann; auch dieser hochgestellte Mann schreibt in seinen Wer-
ten an allen Drten Grätz ^), aber auch einerseits Truchsäß,
Cärndten, bestattung '.c., den Umlaut cntt'altende Worte
mit e über dem a, und andererseits Hispanicn, Den mark
u. dgl. Worte mehr, die das offene a haben, olme dem e über
dem a. — Der heil. Franz Vorgia, der nach dem bei Kindermann^)
abgedruckten Originale aus Alerandrien ein Schreiben an den
Herzog 5larl II. von Steiermark richtete, nennt diese Stadt in
der Aufschrift des Briefes ebenfalls <^i-äo2. — Der berühmte
Astronom Keppler schreibt in seinem im I. 1599 hier lier-
ausgegebenen Schreib - Calcnder ebenfalls Grätz; aus den
Worten Vnlerthäniger, Jährlichen, wärme u. m. a.,
welche den Nmlaut in sich enthalten und die er ebenfalls mit
ä schreibt, schlief«! man mit Recht, daß auch im Namen Grätz
die beiden Strichlcin nicht das hohe a, sondern den Nmlaut
bezeichnen sollen. — Aas in diese Zeit fallende Siegel der Uni-
versität hat ebenfalls die Umschrift: 8>^i!!um I^i, ivelz i .
tini« ßi-nooen zi«. — Der bekannte Geograph und Reisende
des XVII. Jahrhunderts, Martin Zeiller, der sein Werk ^)
nach einer Reise schrieb, die ihn wiederholt in diese Stadt
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Titel
- Grätz
- Untertitel
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Autor
- Gustav Schreiner
- Verlag
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Ort
- Graz
- Datum
- 1843
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.55 x 20.25 cm
- Seiten
- 638
- Schlagwörter
- Graz, Steiermark, Stadt
- Kategorien
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918