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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 353 -
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Nr.206–207 353 207. Der Rat der Stadt Wien urteilt auf Bitte der Haubner über deren Rechte, die Ausübung des Gewerbes durchFremdebetreffend. 1414Juli 14. HWOBfol.90r–v. Parallelüberlieferung:T2 fol.171v–172r. Druck: Schlager,WienerSkizzenN.F.3340;FRAIII/10/4Nr.2089 (T2). Derhaubnèr rechta Anno Domini millesimo quadringentesimo quartodecimo des nagsten sambstags nach Margarethe virginis komen fùr den rat der stat ze Wienn die haubnèr, unser mitpurger, und legten da fur, wie ettlich gest die haubnèr mènikchleichein aus dem jarmarkt hosen und hauben ze aintzigen hie verkauffen hinder ainem halben tusyn und sembgaren hin- der ainem halben schokch und dartzù so kaufften ettlich haubnèr, die hie gesessen sind, von denselben gesten hauben und hosen auf porg und durch desselben porgens willen beschùttent sy die gest und sprèchen, sy sein ir knecht. Und dieselben gest verkauffent haubenundhosentèglichundzeaintzigenzu ir selbsnùtzalsdieandernhaubner,diehie gesessen sind. Item auch legten sy fùr, wie ettlich kewffel hie an der Prantstat1 auch new hosen und new hauben verkaufften, das alles von alter nicht also herkòmen und ir narung und ir arbait damit nidergelegt wurd, des sy zu grossen schaden kemen; und baten den gantzen rat unverschaidenlich, das sy in solh prechen wennden solten und ain ordnung machten und satzten,wie sy sichhinfùrb gegendenbenantengesten furbashalden solten. Unddarumb istmit fragundurtail gevallen: [1.] das kain gast hosen und hauben hinder ainem halben tusin ainerlayc varibc verkauffen noch hingeben sol noch kain sembgaren hinder ainem halben schokch, aus- genomen wann jarmarkcht ist, so mùgen sy wol verkauffen hinder ainem halben tusyn oder ze aintzigen oder sembgaren hinder ainem halben schokch, wie in das am pesten fùgt oder wolgevellet, und sullen auch in den gasthewsern ze herberg sein als ander gest, diekaufflewt,diekaufschatzherbringent. [2.] Itemes sol auchkainkewffel [90v] newhosennochnewhaubenanderPrantstat noch an dem Hof2 verkauffen noch vail tragen, nùr wann jarmarkt ist, so mag er sy wol verkauffen inderweis als ain ander gast. [3.] Und wer der stukch ains uberfert, als oft er das tùt, als oft sol man in den kaufschatz oder die phennig, darumb er denselben kaufschatz verkauft hat, nemen und demburgermaister antwurten,das esder stat zenùtz angelegtwerd. 207 aÜberschrift rubriziert. b h- korr. c–c Rechts nebenderZeile von gleicherHand.–Fehlt inT2. 207 1 ZurBrandstatt sieheobenNr.166Anm.4. 2 ZumPlatzAmHof sieheobenNr.33Anm.1.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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