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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 410 -
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410 VI.2.Edition [1.] Von ersten sol er von dem rat bestètt werden und die taufln und pòdem, die auf dem wasser herkòmen, kassten, zwai pfunt und zwo taufln an ain kasten setzen und vir- tzigdreilingpòdemanainkastenundvirtzig furdrigpodemauchainkasten treulichund ungeverlich. [2.] Er sol auch nicht miet nemen von den gessten, damit die pòdem zu kurtz oder ze smal gekasst werden, auch den gessten nicht zuesagen, welherlai holtzwerch des pintwerchs ain mangl sey, dadurch in ain geleicher kauff werd, und aim yeglichen gasst, der raiff oder beraite vas herpringt, sagen, das er auf dem wasser nichts verkauff, er pring esdannee andas landunddie vir gesworenmaisterhabenes vorbeschaut. [3.] Er sol auch kainerlai holtzwerch, so den pintern zu˚gehòrt, nicht furkauffen und die stekchen und schintln treulich und ungeverlich zelln, derwarten das den hieigen und dengestengleichgeschech.Undwasnichtwerungistanstekchenoderschintln,das soler auslegen und der gast sol geben dem auftzaler von aim phund taufeln zwen phennig und vonvirtzigpodemauchzwenphennig, so sykasst sind,undvonaimtausent stekchender gast ainhelblingundderhieig auchainhelbling,undvonaimtausent schintlnyeder tail ainphennig. Auchhat imder ratgewalt vorbehalten,dieordnungzemynnern, zemernodergantz abtzenemen,wie imdasgevellet analle irrung. 258. Der Bürgermeister und der Rat der Stadt Wien erteilen den Kummetmachern auf deren Bitte eineOrdnung. 1451April 15. HWOBfol.136v. Teildruck:Feil,Beiträge284.–Literatur:Uhlirz,Gewerbe684. Annoa Domini MoCCCCo quinquagesimo primo des pfintztags vor dem heiligen Palm- tag habent mein herren .. der burgermaister und der rat der stat zu Wienn den kuntma- chernainordnunggemachtundaufgesatztdurch irerfleissigenpetewillen: [1.] Also welher sich hie auf dem hantwerch zu maister setzen welle, der sol ee ur- chundpringen, vonwannerkòmensey,das er sichdaselbs erberlichenthaldenundseine lerjar aùsgedint hab, oder er beweise das hie vor dem rat mit erbern leùten, und das er auch ain elich weib hab und burgerrecht gewinn mit aim halben pfunt phennig und geb in ir zechauchainhalbpfuntphennig. [2.] Sy sullen auch under in erwellen zwen maister, die erber und getrew sein, die in der rat bestètten sol und ir arbait beschawn sullen, si werd hie gemacht oder herpracht, obdie gu˚t undgerechtundden leùtennùtzlich sey. [3.] Die zwen maister sullen auch die versùhen, die sich zu maister setzen wellen, ob simaistermùgen seinodernicht. [4.] Und welher sich ze maister setzen wil, der sol das hantwerch beweisen und ma- chen kùnnen mit der hand ainen lùtzenkunt und ainen vorkunt, die gùt und gerecht sein. [5.] Sy sullen auch ir arbait nyndert alswo vail haben denn an der stat, da si die machentund irn jarhoftzins gebent. 258 aÜberdemgesamtenEintragmittig von spätererHand: Khundtmacher. SiehedazuobenS.67.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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