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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 416 -
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416 VI.2.Edition nement, und dieselben wochen zueinander raytten und nach irer ordnung in ir raitpuch schreiben,damitmandermauttundhandlungeinwissengewynn. [3.] Itemsy sullenauchaufschreibenalle,die freymit irmgùtundkaufschatz ausder stat farentodergeurlaubtwirdtze farn,es seyVngrischherren,Newnsteter2,Hainburger3 oderhieigburgermitdemlangenpurgerbrief. [4.] Item das auch ein yeder kauffman oder kramer, was er hie kaufft und aus der stat wil fùrn, ain zedel pringt den herren auf daz haws, von wem er daz gùt gekaufft hab, was und wie vil des sey; so mocht man an der beschaw und mauttdester mynner werden betragen. [5.] Item das auch die herren aufm haws mit den mauttern an den tòrrn reden oder mit in geschafft werde zu reden, das in die mautter alle phant, so sy von mautt wegen innemen, antwurten, auch die rabusch, so sy gegen den fùrern habent, gèntzlichen ver- raitten. [6.] Item daz den herren empholhen werde, alle mautter und ander, die der stat gùt innement, zu visitirn wochenlich, so sy dartzu mùssig sein, ob sy bey dem mautthaus beleiben und irm ambt ordenlichen auswarten oder nicht, auch darnach fragen, das sy solhenunfleiss, ob sydenanain(em) fùnden,wissenantzebringen. [140v] [7.] Item das die herren zu rechter zeit auf das haws und darob gen und der leùt warten sullen im sumer von sand Jòrgentag [24. April] untz auf sannd Michelstag [29. September], alle tag des morgens, so es sechse slecht, und herab, so es newne slecht, und nach essens darauf, wen es zwelfe slecht, und darab, wenn es vire slecht. Aber von sand Michelstag untz auf sand Jorgentag des morgens, wenn es siben slecht, und herab, wenn es zechne slecht, und nach essens wider darauf, wenn es ains slecht, und darob, wennes vire slecht. Sowissendiekauffleùtundauchdie gestdarnachzuhandelnund sy zuvinden. [8.] Item sy sullen auch den kaufleùten und gewersleùten, die ir mautt richten wel- len, gutlichenmitredenundfurderlich seinund in irnhewsernvonnyemantskainmautt nemen noch zaichen geben, sy verstùnden denn oder wùrden warhaftigclich geweist, das es ainem so gar genòtigs wèr und ain gevertt oder fùr versawmen mochtt, dem mùgen sy nachbezalungdermauttundredlicherbeschawdahaimzaichengebenunddazdannauf dazhawspringenundaufschreibenb als andermautt, diemanndaselbs gibt. [9] Itemdaz syauchall vèll, ob sichdiebegèbenoderwiewiderder stat gerechtichait gehanndltwùrde, angeunds anpringen sullendemburgermaisterunddemrat. [10.] Item das sy auch all nùtz und rènnt, die man in auf das haws pringt und also geneinander auszeln und die sy selbs innement, es sey vil oder wenig, nynndert alswohin prauchen sullenden [!] zuder statnùtzund frumengetreulichundungevèrlich. b -s-nachgetragen. 2 WienerNeustadt, Statutarstadt,NÖ. 3 Hainburga.d.Donau,VBBrucka.d.Leitha,NÖ.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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