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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 451 -
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Nr.296–297 451 gestatten in dhain weise, als lieb in alln unnd aim yedem sei unnser swere ungnad zu vermeidenn.Dasmaynenwir ernnstlich. Miturkunnddesbriefs, gebnnzuWiennan freitagnachunnser liebnnFrawntagAs- sumptionisnachCristigeburdeviertzehnnhundertunndimainsundachtzigistnn,unnsers kaisertumbs imdreissigisten,unnser reichedesRomischen imzwaiundviertzigistnnunnd desHungrischnn imdrewundzwaintzigistnn jare. Commiss(io)d(o)m(in)i imperator(is) in cons(ilio) 297. BanntaidingderBewohnerdesUnterenWerds. [um1460]1. HWOBfol.163r–165r. Parallelüberlieferung: WStLA, Sammlungen, Handschriften, B 121 fol.1r–5v (2. H. 15.Jh. [BUW]). Druck: Weschel, Leopoldstadt XIX–XXIV Nr.13 (BUW); Weisthümer NÖ 1, ed. Winter Nr.126 (HWOBundBUW).–Literatur:Brunner,Finanzen198. DerWerder2 recht enhalbTùnawa [1.] So meldent sy daz bey irem aid, das sy sullen alle jare ein pantzteiding haben des suntags noch sand Jorgentagb [24. April], nach demselben taiding ein nachtayding uber viertzehentagsullensyhaben,obsysichindertvergèssenindemerstentaiding,dazsullen symelden indemnachtaydingund sullen syc desunentgolten sein an iren rechten. [2.] Weraufdemaigen ichthabzudemmùnstend, der sol seinbeyderdritten sprach oder er sey wanndels beiliben, wirdte er beklagt zwenundsibentzig phennig, unbeklagt zweliff phennig. [3.] Und das ir kainer des seinen nicht verliesen mag von dreyrlay sach wegen: vor notnussf, vor rechten noch vor dieben, so sol man sein hausfrawn oder seine kind ver- kauffen lassen oder sein nagist frewndt. Wèr aber, das ir ainer gefangen wurd, so sol er sich ledigenmit seinerhabunddarinne sol imkain irrungnicht geschehen. [4.] Weraufdemaigenichthab,derdoverkaufftoderkaufft,derdoverkaufft,der sol aufgebenindenrechtentègen,derdokaufft,der solaufnemenauchindenrechtentègen. Wèr aber, das ir ainer sawmig wèr, der sey vervallen LXXII den. zu wandl; sawmentg sy es aberbaid, so seyder grunt vervallendemherrenauf gnad. [5.] Und ob ir ainer den anderen an seinem schaden begriff, es wèr fraw oder man, und wolt die vahen und mòcht den nicht ùberobern, was er demselben tu˚et an den tod alain, do sey niemant umb beliben. Wèr es aber pey der nachtt, daz ainer ain(en) begriff 297 aÜberschrift rubriziert. – BUW: Daz sind die recht der Werder enhalb Thùnaw. b BUW gestrichen, davor von späterer Hand ergänzt: Petters [29. Juni]. c BUW gestrichen. d BUW: mennisten, jedoch von spä- terer Hand gestrichen und darüber ergänzt: wenigisten. e Nach BUW; HWOB: wùr. f BUW: notturfft. g BUWdurchUnterstreichung getilgt, links danebenvon spätererHand: saumben. 297 1 Nach Weisthümer NÖ 1, ed. W     783; Datierung nach der Hand, die den Text in das HWOB eingetragenhat.ObderText tatsächlichdeutlichälteresGewohnheitsrechtwiedergibt,wieWintermeint,muss wohlbezweifeltwerden, siehedazuobenS.171. 2 ZumUnterenWerd sieheobenNr.201Anm.1.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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