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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 546 -
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546 Glossar antlas: fürAblass,wirdmeistensaufdenAblassbezogen,deramGründonnerstaggewährtwird;die Karwoche wird dementsprechend antlaswoche bezeichnet, wobei letztere Bezeichnung auch für dieFronleichnamswocheVerwendungfindet9. antzug: nichtnäher zubestimmendes,wahrscheinlich eisernesWerkzeugderKammmacher10. arbais, arweiz,arwîz:Erbse11. arbait,weisse s.Weißblech arbmst, armbst:Armbrust12. Arche (erhe): allgemein ein kastenähnliches, mit Holz eingefasstes Gerinne zum Ablassen des Was- sers; imSpezielleneinezumFischfangdienendeFlussabsperrungbzw.eineKonstruktion,beider amEndedesGerinnes einFischkorb steht, inderdiedurchdieStrömungdesWassersmitgeris- senenFischegesammeltwerden13. Aschlauch (aschlech): eine Lauchart, der Begriff kann für Lauch oder für Schalotten Verwendung finden14. Aser (òser): einBeutel,mitunter auchWaidtascheder Jäger15. Assach:hölzernesGefäß, inderRegelmit zweiHenkeln16; s. auchHohlassach. Aufdrucker: pressten Zierformen auf Papier oder auf anderes Material auf und verwendeten dafür sogenannteModelbretter, ausMetall gefertigteund inHolz eingelasseneStempel17. Aufträger: Hilfspersonal der→Weinmeister, das Essen und Trinken an den Tisch brachte; wahr- scheinlichgleichbedeutendmit→Weinträger18. Aufzahler: schlichtetendie fürdieFassbinderarbeit benötigteMengeanHolz (alsovon→Daufeln und→Bodenholz in sogenannte kasten)19. B,P Paarmesser s. unterMesserwerk Bader: Betreiber öffentlicher Badestuben, die Körperpflege sowie wundärztliche Versorgung der städtischen Bevölkerung fielen in ihren Tätigkeitsbereich. Ein Besitz der Badstuben war ihnen aufgrund der hohen Kosten oft nicht möglich, weswegen diese meist im Besitz der Stadt oder sonstiger InstitutionenwieKlösterwaren,die sie andieBader verpachteten20; s. auchBarbier. Badgeld: eine lohnähnliche Leistung bzw. Lohnzulage, die häufig an Handwerksgesellen gezahlt wurde,umdiesendenBesuch ineiner städtischenBadstube zuermöglichen21. pallatermesser s. unterMesserwerk Ballenbinder: Amt, das gemeinsam mit den geschworenen Wägern und Beschauern der Über- wachung der Ausfuhr aus Wien diente. Wenn sich ein fremder und ein einheimischer Ge- schäftsmann zum Geschäftsabschluss in Bezug auf eine Ware geeinigt hatten, dann wurde diese 9 BWB2 1 (1872)1506–1508. 10 FWB 1 (1989)1621. 11 MhDHWB 1 (1872)91. 12 Z       ,Handwerk200. 13 DWB 1(1854)545;WeistümerOÖ5,ed.H        –L      –F    126;J        ,Erwerbs- fischerei 586f. 14 A      ,Wörterbuch1450. 15 DWB 1 (1854)586. 16 DWB 1 (1854)587. 17 F   ,Beiträge224;N      ,Kleinkünste607f. 18 DWB 1 (1854)762;M     ,WienshöfischesundbürgerlichesLeben735. 19 U     ,Gewerbe687f. 20 R    ,Handwerk17. 21 R    , Lohn114f.; I       , Stadt69.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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