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Das Wiener Handwerksordnungsbuch - (1364–1555)
Seite - 548 -
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548 Glossar Bierglocke (pìrglokken): eine Glocke, deren Läuten die Schließzeit der Schenken angab; in der Re- gel solltemannachdemErtönenderBierglockenichtmehran liecht (Nr.244Art.4), alsoohne Laterne, außerHausgehen38. piklein:Gebrechen,Mangel, auchPeckel39. piret, pyret s.Barett Bischofshut (bischolffshuet) s. unterMesserwerk pismacher s.Trensenmacher Plätte (plete): eingrößeresWasserfahrzeugmitflachem(plattem)Boden40. Plattner:Hersteller vonHarnischen41. Platzgeld:Gebühr,dieHändler fürdenOrt ihrerVerkaufsstätten zahlenmussten42. plete s.Plätte ploch:Holz-bzw.Sägeblock43. Plötzl s. unterMesserwerk plutruns: blutigeWunde44. Plutzer: kann entweder Kürbis (auch für Gurken), eine große Birnenart (Pfundbirne)45 oder ein Gefäßbedeuten. Boden (podem):Holzmaterial fürdenBodeneinesFasses46. Pössel (pòssl): einHalbstiefel oderBundschuh47. Bogner:Bogen-undArmbrusthersteller48. Pollenmehl (pollen): auch Aftermehl; Mehl aus dem zum dritten Mal abgemahlenen – und damit minderwertigeren–Getreide49; s. auch oblas. Borten (perten, perth) s. unterBortenwirker,Messerwerk Bortenwirker: stelltenkunstvolleBesatzartikel fürGewänderher,alsoBorten,Bänder,Schnüreoder Fransen,griffen jedochauchindasGürtelgewerbeaus, indemsieGürtelbänderaus (Seiden-)Ge- webe (Borten) verfertigten50. Laut einer Ordnung von 1428 (Nr.214) durfte die feinere tretne arbait nurvonHandwerksmeisternausgeführtwerden,währenddie in spelten gewirktenBorten auchLeutenohneMeisterrechterlaubtwaren.WahrscheinlichbeziehtsichdieseUnterscheidung auf die Herstellungsmethode, jedoch kann die Bedeutung nicht mit Sicherheit geklärt werden. Vielleicht war spelte so etwas wie ein tafel- oder brettähnliches Gerät, auf dem gewirkt bzw. ge- webt wurde. Unter Umständen hängt die tretne arbait mit dem der spelte häufig zur Seite oder auch gegenübergestellten Werkzeug drihe zusammen, ein Scheit oder eine Nadel, mit der die Schlussfäden auf das gewirkte Stück angeschlagen wurden51. Folgt man dieser Interpretation, war esnurBortenwirkermeisternerlaubt,dieSchlussfädenanzuschlagen,währendbeider ande- renMethodediese loseherunterhingen. prein:Hirse52. 38 C     , LexikonWien1377. 39 BWB2 1 (1872)381. 40 DWB 13 (1889)1909. 41 F   ,Beiträge253. 42 DRW 10 (1997–2001)1089. 43 WeistümerOÖ5, ed.H        –L      –F    158. 44 WeistümerOÖ5, ed.H        –L      –F    158. 45 DWB 13 (1889)1950. 46 FWB 4 (2001)714–717,bes. 716f. 47 DWB 13 (1889)2014. 48 FWB 4 (2001)732f. 49 A      ,Wörterbuch1179; BWB2 1 (1872)386. 50 F        ,Gürtel 24;R    ,Handwerk38–40. 51 WolframvonEschenbach,Titurel, ed.B       –F    -J    214. 52 BWB2 1 (1872)353.
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Das Wiener Handwerksordnungsbuch (1364–1555)
Titel
Das Wiener Handwerksordnungsbuch
Untertitel
(1364–1555)
Autor
Markus Gneiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20418-3
Abmessungen
17.3 x 24.5 cm
Seiten
674
Schlagwörter
Late Medieval Vienna, Craft ordinances, Craftsmen, Late Medieval Urban Administration, Commented Edition, Wien im Spätmittelalter, Handwerksordnungen, Handwerker, Spätmittelalterliche Stadtverwaltung, Kommentierte Edition
Kategorien
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