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Handwörterbuch der Philosophie
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Einzelding — Ektrdpie. Einzelding s. Ding, Individuum, Begriff. Einzelurteile sind Urteile mit einem Individualbegriff als Subjekt {Dieses S ist P). Ejekte (d. h. Herausverlegte) heißen nach ROMANES, CLIFFORD U. a. dem eigenen Erleben heraus projizierte Empfindungen, welche teils unper- sönlich, an sich, teils als Erlebnisse fremder Subjekte existieren, während die nur Erscheinungen im erkennenden Bewußtsein sind. Vgl. ROMANES, D. geistige Entwicklung d. Menschen, 1893, S. 198, 206; CLIFFORD, Von der Natur der Dinge an sich, 1903, S. 28 ff. Vgl. Objekt. Ekel ist eine mit Geschmacks- und Geruchempfindungen, aber auch mit der Vorstellung widerlicher Eindrücke sich verbindende Empfindung muskulärer Art (vgl. WUNDT, Grdz. d. phys. Psychol. II6, 1903, S. 55). Eklektiker der Auswählende; vgl. Diog. Laert., 21, wo als erster Vertreter der POTAMON von Alexandria ge- nannt wird) heißen jene Philosophen, welche aus verschiedenen Systemen das ent- lehnen, was ihnen als richtig dünkt, wobei manchmal Theorien zusammengestellt werden, die zueinander nicht passen (Eklektizismus im schlechten Sinne). Etwas — ohne schlechten Sinn — haftet vielen Systemen an. Eklektiker sind besonders PHILON VON LARISSA, ANTIOCHOS VON ASKALON, POTAMON, verschiedene spätere Stoiker und Kyniker, Platoniker und Peripatetiker, verschiedene Scholastiker, deutsche des 18. Jahr- hunderts, verschiedene Anhänger der Philosophie, V. COUSIN n. a. Vgl. Synkretismus. nennt R. SEMON die Auslösung einer psychischen Dis- position („Engramm", s. d.) durch einen („ekphorischen") Reiz (Die 1908). Vgl. Gedächtnis. ist der Weltbrand, die Auflösung der in das Urfeuer, aus der sie dann wieder hervorgeht, um periodisch denselben Prozeß durchzumachen. So lehren (Diog. Laert. IX, und die Stoiker (STOBAEUS, Ecloga I, 304). Ekstase Außersichsein, Verzückung, ist ein rauschartiger Exaltationszustand der Psyche, in welchem auf Grund von Halluzinationen, Visionen u.dgl. das Übersinnliche, Göttliche unmittelbar erfaßt zu werden scheint. Die Mystiker (s. d.) streben, durch Askese u. den ekstatischen Zustand künstlich herbeizuführen. Nach PLOTIN wird die E. durch „Reinigung" der Seele erreicht, als ein Zustand des Einssein mit Gott, mit dem „Einen", wobei die Seele nichts mehr von sich als Einzelwesen weiß (Enneaden VI, 9, 11; 7, 25). Ähnlich lehren RICHARD VON ST. VICTOR, BONAVENTURA, JOH. GERSON („ecstasis est raptus cum cessatione operationum in inferioribus ECKHART U. a. Vgl. ACHELIS, Die E. in ihrer kultu- rellen Bedeutung, 1902; P. BECK, Die E., 1906. Ektropie (kxxgonr)) nennt besonders F. AUERBACH die noch nicht ent- wertete, in Arbeit umsetzbare Energie, als Gegensatz zur „Entropie" (s. d.). Im Organischen besteht ein Ektropismus, eine Tendenz zur Steigerung der Ektropie im Kampfe gegen die Entropisierung der Energie (Ektropismus, 1910;
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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