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Handwörterbuch der Philosophie
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Gegensatz — Gegenstandstheorie. mittelst der Sirmlichkeit . . werden uns Gegenstände (Krit. d. Vernunft, S. 48). Hingegen darf nach COHEN das Denken nur dasjenige gegeben betrachten, was es selbst aufzufinden vermag (Logik, 1902, S. 68). Die- objektiven Tatsachen sind nicht gegeben, sondern „aufgegeben" (vgl. Der Gegenstand der Erkenntnis8, 1904, S. 165, 180). So auch NATORP U. (s. Objekt). Nach P. STERN liegen den scheinbaren Gegebenheiten der schauung schon gedankliche (kategoriale) Elemente zugrunde (Das Problem der- Gegebenheit, 1903, S. 7 ff., 73). — Nach REHMKE sind Außen- und gleich unmittelbar gegeben (Philos. als Grundwissenschaft, 1910). „Gegebene" zerfällt in Einzelnes und Allgemeines, d. und Unveränderliches (1. c. S. 35 f., 203 f., 407 f.). Vgl. Rationalismus, Sein, Idealismus. Gegensatz (oppositio) ist das Verhältnis des realen oder logischen Widerstreites. In realem stehen Kräfte, die einander entgegenwirken, aufheben, hemmen. In logischem G. stehen je zwei oder Urteile zueinander, die einander ausschließen, so daß etwa das eine Urteil ebendasselbe verneint, was das andere bejaht (vgl. Es gibt kontradiktorischen (s. d.) und konträren (s. d.), bzw. subkonträren (vgl. ARISTOTELES, Metaphys. V, 10; prior. I, 2; 15). Das tische" d.) Denken bewegt sich in Gegensätzen, die es zur Einheit verbindet. Den Unterschied zwischen logischem und realem G. betont zuerst KANT (WW.. II, 75 ff.; vgl. Krit. der rein. Vernunft, S. 410). Auf Gegensätze, die einander als Korrelate (s. d.) zugeordnet sind, aufmerksam die Pythagoreer (vgl. Aristoteles, Metaphys. I, 5), SCHELLING, HEGEL U. a., L. GILBERT (Neue Energetik, u. a. Nach LAUS ist Gott (s. d.) die „Koinzidenz der Gegensätze". — Den G. treibendes Prinzip des Geschehens betonen HERAKLIT xe xax nach welchem im Strome des Werdens (s. d.) alles in sein umschlägt, wobei die Gegensätze zur Einheit zusammengehen Phys. III, 5; Sext. Empir., Pyrrhon. hypotyp. 230; Stobaeus, I, 60; vgl. Harmonie), J. BÖHME („Gegenwurf"), HEGEL (S. Widerspruch), universelle, 1897) u. a. Das Gesetz der Entwicklung in welches besonders in der Geschichte sich geltend macht, er- örtert besonders WUNDT (Grundr. d. Psych.5, S. 401 f.; Logik II2,. 1895, S. 282 ff., 3. A. 1908). Vgl. W. LEWINSOHN, Gegensatz u. Studien zu u. Aristoteles, 1910; N. STERN, Das Denken u. sein stand, 1909, S. 185; Seele u. 1912, S. 172; PATTEN, Theory of Social Forces, 1895; CRATZ, Der 1870; PIKLER, Das Beharren u. die Gegensätzlichkeit des 1908. Vgl. Polarität, Wider- streit, Korrelat, Gefühl, Kontrast, Gegenstand s. Objekt. — Nach MEINONG zerfallen die in „Objekte" und „Objektive". Es gibt ferner abstrakte „Gegenstände höherer Ordnung" (vgl. Gegenstandstheorie nennt A. MEINONG die allgemeine Theorie des „Gegenstandes", des Gegenständlichen im Vorstellen und Denken, alles dessen,. was „aus der Natur eines Gegenstandes, also a priori, in betreff dieses Gegen- standes erkannt werden kann". Auch mit nicht-realen, nicht existierenden Gegenständen hat sie es zu tun, ihre Betrachtungsweise ist abstrakt,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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