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Handwörterbuch der Philosophie
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376 Logik. mein), APULEIUS, SIMPLICIUS, U. a. (vgl. PRANTL, der Logik im Abendland, 1855—70, I). Im Mittelalter geben die Araber den Anstoß zur Unterscheidung theo- retischer („logica docens") und praktisch-angewandter, Logik („1. Die scholastische L. dient hauptsächlich der Kunst des Argumentierens, des Beweisens, der Begründung, Ableitung. Widerlegung, des richtigen Gebrauchs des Denkens (s. Dialektik). Sie hat mit Gedankendingen („entia rationis") zu tun, mit Begriffen, welche sich aber auf Dinge selbst beziehen (vgL PRANTL, Gesch. d. Logik, 1855, Ein viel benutztes Werk waren die logicales" des PETRUS HISPANUS (1480 u. ö.). Vgl. v. OCCAM, Summa totius logices, 1488. Ohne besondern Wert ist die von PETRUS RAMUS versuchte Reform der Logik („ars disserendi"), die im ersten Teile von der „Erfindung" argumentorum"), d. h. Aufsuchung von Gründen (Begriff, Definition), im zweiten („Secunda Petri") vom „Urteil" („iudicium", U., Schluß, Beweis) han- delt dialecticae, 1543). Ein Gegner der aristotelisch-scholastischen Logik ist auch F. BACON, der den Wert des Syllogismus (s. d.) gering schätzt und die Induktion (s. d.) als Methode wissenschaftlicher Erkenntnis LEIBNIZ will die Schullogik nicht unterschätzen, hat aber die Idee einer „kombinatorischen Kunst" („ars einer „allgemeinen Charakte- ristik" („characteristica universalis"), welche durch einen logischen Kalkül aus Begriffen und Urteilen als Daten Wahrheiten ableitet (Opera ed. 85 a, 86 a, vgl. COUTURAT, La Logique de Leibniz, 1901; Opuscules et fragments de L., 1903; E. CASSIRER, System, 1902). Beiträge zur Weiterentwicklung der L. liefern die Logik von ou de penser, 1664), GEULINCX (Logica, 1689), CHR. WOLFF (Philososophia rationalis sive Logica, 1728), REUSCH (Systema logicum, 1734), H. S. (Vernunftlehre, 1756; 5. A. 1790), CRUSIUS (Weg zur Gewißheit, 1747), TSCHIRN- HAUSEN (Medicina 1687), PLOUCQUET, der von einem „logischen Kal- spricht, (Sammlung von Schriften, welche den log. Kalkül des Hr. Prof. P. betreffen, hrsg. 1766), LAMBERT (Neues Organon, 1764; Logische u. philos. Abhandlungen, hrsg. 1782), CONDILLAC (Logique, 1781), SAL. MAIMON (Ver- such einer neuen Logik, 1794; A. 1912), BARDILI (Grundriß d. Logik, 1800; das Denken als objektives Weltprinzip und als subjektives Denken, welches eine Art Rechnen ist) u. a. Neben anderen Richtungen ist es hauptsächlich eine rein formale („forma- listische") Logik, die lange Zeit zur Geltung kommt und, wenn auch mit manchen Modifikationen und Fortschritten im einzelnen, sich erhält. So ist nach KANT — der noch daneben eine neue Art der Logik (s. unten) — die allgemeine Logik die Wissenschaft von der bloßen Form des Denkens überhaupt (Logik, S. 4 ff.), der „Verstandesregeln überhaupt*'. Sie abstrahiert von allem Inhalt der Verstandeserkenntnis und der Verschiedenheit ihrer Gegen- stände und hat mit nichts als der „bloßen Form des Denkens" zu tun. Sie betrachtet nur die „logische Form im Verhältnisse der Erkenntnisse aufein- ander". Sie hat es als „reine" Logik nur mit „Prinzipien a priori" zu tun, ist nicht empirisch und nichts aus der Psychologie (Krit. d. rein. Ver- nunft, S. 77 ff.). Nach HERBART ist die L. ebenfalls eine normative Wissen- schaft von den Formen des Denkens, von „Verhältnissen des Gedachten, des Inhalts unserer Vorstellungen". Sie ignoriert alles Psychologische, beschäftigt
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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