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398 Meditation — Memorieren.
daß alle physikalischen Vorgänge mechanisch erklärbar sind (Die
S. 529). Ähnlich P. VOLKMANN, HELM, CORNELIUS, PETZOLDT, STALLO, POIN-
CARE, OSTWALD (S. Energie) u. a. (vgl. Physik). — Vgl. A. LASSON,
nismus u. Teleologie, 1875; V. HERTLING, Über die Grenzen der
Naturerklärung, 1875; C. GUTBERLET, Der Kosmos, 1908: Der Mo-
nismus, 1893; DUHEM, Ziel u. Struktur der physikal. Theorie, 1908; P. NA-
TORP, Die logischen Grundlagen der exakten Wissenschaften, 1910; P. VOLK-
MANN, Erkenntnistheoret. Grundzüge der Naturwissenschaften, 2. A. 1910;.
B. KERN, Weltanschauung u. Welterkenntnis, 1911. — VgL Atom, Bewegung,
Dynamismus, Leben, Mechanik, Physik, Trägheit, Naturwissenschaft, Materie,
Qualität, Quantität, Kinematik, Idealismus, Identitätstheorie,
Spiritualismus.
Meditation Nachdenken, Überdenken, Betrachtung.
Medins s. Mittelbegriff.
Megariker (oder „Eristiker"): die Anhänger des EUKLEIDES (Euklid)
Megara, eines Schülers des Sokrates. Zu ihnen gehören
ALEXINOS, KRONOS, STILPON, THRASYMACHOS,
PASIKLES U. a. Vgl. Diogen. Laert. II; MALLET, Histoire de de
1845; HARTENSTEIN, Historisch-philos. Abhandlungen, 1870. — VgL
Dialektik, Trugschluß.
opinio): Fürwahrhalten, Annahme, Urteil ohne sichere*
Überzeugung, ohne Bewußtsein der Urteüsnotwendigkeit. Im engeren Sinne
ist die „Meinung" der Sinn (s. d.) einer Rede, dasjenige, was in einem Begriff
oder Urteil gedacht werden soll; das, worauf sich der Erkenntnisakt eigentlich
bezieht, was er erfassen, bestimmen will (vgl. HUSSERL, Logische
II, 513; F. C. S. SCHILLER, Formal Logic, 1912).
Die Meinung geht nach PARMENIDES auf den bloßen Schein (s. d.), nach
PLATON auf das Mittlere zwischen Seiendem und Nichtseiendem (Republ.
477 A f.; vgl. Theaetet 210 A), nach ARISTOTELES auf das, was sich auch
anders verhalten kann (Metaphys. 6, 1011 b 13 ff.; VII 15, 1039 b 33).
Nach KANT ist Meinen „ein mit Bewußtsein sowohl subjektiv als objektiv un-
zureichendes Fürwahrhalten" (Krit. d. rein. Vern., S. 622). Vgl.
Logik, I3, 1906. — VgL Kategorien, Transzendent.
von — eig. Schwarzgalligkeit;
vgl. Temperament): Depressionszustand mit Herabsetzung. Verlangsamung,.
Einengung, Fixation des seelischen Lebens, Niedergeschlagenheit, düsterer
Stimmung, traurigen Vorstellungen, auch Zwangsvorstellungen. Vgl.
Grdz. d. phys. Psychol. II6, 1903, 329; KRAEPELIN, Psychiatrie I8, 1909;
Die Grenzwissenschaften der Psychologie, 1902.
heißt die Ansicht, daß die (bzw. die
sozialen Verhältnisse) immer besser werden und gestaltet werden kann. VgL
W. JAMES, Pragmatismus, 1908, S. 183; P. CARUS, The Ethical Problems, 1890;
GOLDSCHEID, Entwicklungswerttheorie, 1908; Verelendungs- oder
theorie, 1906, UNOLD U. a.
Memorieren (Auswendiglernen): Aneignen eines Lernstoffes
wiederholte Einprägung desselben und Herstellung günstiger
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Handwörterbuch der Philosophie
- Titel
- Handwörterbuch der Philosophie
- Autor
- Rudolf Eisler
- Verlag
- ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
- Ort
- Berlin
- Datum
- 1913
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- Abmessungen
- 12.7 x 21.4 cm
- Seiten
- 807
- Schlagwörter
- Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
- Kategorie
- Geisteswissenschaften