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Handwörterbuch der Philosophie
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Noologist — Norm. Geistesleben sich beziehend im Unterschiede vom psycho- logischen Verfahren): EUCKEN, Die Einheit des Geisteslebens, 1888, S. 200 f.;. SCHELER, Die transzendentale u. die psychologische Methode, 1900 (Ableitung des Erkenntnisgehaltes aus der d. h. aus dem „gemeinsam erkannten Werkzusammenhange der menschlichen Kultur"). ist nach KANT jeder, nach dem die reinen Vernunft- erkenntnisse unabhängig von der Erfahrung in der Vernunft ihre haben, im zu den „Empiristen". Das „Haupt der Noologisten" ist PLATON (Krit. d. reinen Vernunft, Methodenlehre: Die Geschichte d. Vernunft). Nooumenon s. Noumenon. Norm ist eine Regel, oder eine * für die einer Handlung, für ein theoretisches oder praktisches Verhalten, ferner ein Maßstab bei der Beurteilung und Bewertung von Handlungen. Es Grundnormen und aus ihnen sich ergebende abgeleitete Normen, deren Gültigkeit durch die ersteren bedingt ist. Die obersten Grundnormen sind idealen Normen für das Denken, Handeln, Gestalten (logische, ästhetische Normen). Diese Normen sind allgemeingültige Postulate und denen genügt werden muß, wenn das Ziel des Denkens, Gestaltens erreicht werden soll. Sie sind nicht empirischen Ursprungs, ein „A priori" (s. d.), sie wurzeln im idealen Willen selbst, der hier selbständig-frei gebietet und ein absolut gültiges Sollen (s. d.) ausspricht. abgeleiteten Normen sind von teleologischer Notwendigkeit, als Bedingungen und Mittel im Dienste der Grundnormen. — Die sittlichen Normen zer- fallen, nach WUNDT, in individuale, soziale, humane Normen. Treten verschiedener Gattung in Widerstreit, so ist der Vorzug jener zu geben, die dem umfassenderen Zwecke dient 1886, S. 548 ff.; vgl. S. 8, 539 ff.; 4. 1912; Logik, 1907). Nach WINDELBAND sind Normen jene „Formen der Verwirklichung von Naturgesetzen, welche unter Voraussetzung des Zweckes der Allgemeingültig- keit gebildet werden sollen". Das ideale „Normbewußtsein" ist der Wertmaßstab, die apriorische Bedingung alles Wertens, das Ideal der kenntnis und des Handelns. An das Bewußtwerden der Norm knüpft mit Evidenz die Nötigung, sie zu befolgen. Es ist aber gleichgültig, wie die Normen tatsächlich anerkannt werden, sie gelten unbedingt (vgl. Axiom); sie realisieren sich durch das Psychische von selbst 1907, S. 290 vgl. Gott, Wahrheit). Nach VON DER PFORDTEN besteht eine zwischen dem in Normen Gedachten und Gewerteten und der Wirklichkeit (Konformismus, 1910). — Vgl. BENEKE, Lehrbuch d. Psychol.3, 1861, § ff.; COHEN, Ethik, 1904, S. 264 ff.; HUSSERL, Logische Untersuchungen, 1900, I,. f.; K. GROOS, Der ästhetische Genuß, 1903, S. 136 ff.; VOLKELT, Ästhetik I, 1905, ff.; M. E. MAYER, Rechtsnormen u. Kulturnormen, 1903; DING, Der menschliche Gedanke, 1911 (N. = „eine Regel für die zur eines Zweckes notwendigen Mittel und Wege". Der Wert der Norm ist mittel- bar); H. Hauptprobleme d. Staatsrechtslehre, 1911 (Unterschied der normativen von der explikativ-teleologischen Betrachtungsweise); BINDING, Normen u. ihre Übertretung I*, 1890, II, 1872. — Vgl. Sittlichkeit,
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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