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Handwörterbuch der Philosophie
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Objektität — Objektiv. HEYMANS, Einleit. in die Metaphysik, 1905, S. 31 ff.; KÜLPE, Philos. Studien, WEINMANN, Wirklichkeitsstandpunkt, 1896; UPHUES, Psychol. des Erkennens, 1893, I, ff.; Vierteljahrsschrift f. wissensch. Philos. 21. Bd.; JODL, Lehrbuch der Psychologie, 1909, 240 ff.; AARS, Zur psychol. Ana- lyse der 1900; B. ERDMANN, Logik 1907, 242 N. STERN, Das Denken u. sein Gegenstand, 1900, S. 155 ff.; L. NELSON, Inhalt u. Gegenstand, 1907; LIPPS, Naturwissenschaft u. Weltanschauung, 1906; KREIBIG, Archiv f. Philos. 1912; HÖNIGSWALD, Kantstudien XVII, 1912 (s. Methode); DORNER, Enzyklop. d. Philosophie, ENRIQUES, Probleme der Wissenschaft, 1910; W. FREYTAG, Der Realismus u. das Transzendenzproblem, 1902; Die Er- klärung der Außenwelt, 1904; Zur Frage der Realität, 1906; EISLER, Das Be- wußtsein der Außenwelt, 1900; H. OSTER, Die Realität der Außenwelt, 1912; BERGSON, et JOEL, Seele und HÖFFDING, Der menschliche Gedanke, 1911 (Subjekt und Objekt sind zwei Gesichtspunkte, die nie geschieden werden können; auch unser eigenes Subjekt, auch unsere Erkenntnisformen werden zu Denkobjekten; wir haben nie ein reines Subjekt, sondern immer ein objektiviertes Subjekt, nie ein reines Objekt, sondern immer ein subjektiviertes Objekt); H. LANZ, Das Problem der Gegenständlichkeit in der modernen Logik, 1912; DRIESCH, Ordnungslehre, 1912. — Vgl. Ding, Sein, Realität, Wahrnehmung, Phänomenalismus, Subjekt, Relativismus, Er- Ding an sich, Transzendent, Immanent, Bewußtsein, Tatsache, Physisch, Körper, Solipsismus, Kritizismus, Erkenntnistheorie (Literatur). Objektität: Objektsein für ein Subjekt. So nennt SCHOPENHAUER den Leib die unmittelbare des als Wille u. Vorstellung I. Bd., § 18, 30). Nach RIEHL ist vom Sein der Objekte deren „Objektsein" zu unter- scheiden. Objektiv : zum Objekt (s. d.) gehörig, es konstituierend, auf es sich beziehend, vom Objekt herrührend, durch das Objekt bedingt, gefordert, sachlich. Objektiv heißt das „an sich", unabhängig vom erkennenden Bewußtsein Existierende (Realis- mus), aber auch das vom Subjektiven (s. d.) im engeren Sinne, Individuellen, Psychologischen, von bloß subjektiver Vorstellung, Meinung, Wertung unabhängig Geltende, in allgemeingültigen Erfahrungszusammenhängen, Begriffen, Ur- teilen, Urteilszusammenhängen Fixierte und Bestimmte. Ein Urteil ist objek- tiv, wenn es — frei von persönlicher, subjektiver, einseitiger Stellungnahme, Vor- urteilen, Affekten u. dgl. — rein auf Grund des zu beurteilenden Tatbestandes, der „methodisch", d. h. erfahrungs- und denkmäßig geforderten setzung, gefällt ist. Durch den Willen zur Objektivität kann das Sub- jekt sich immer mehr zu dem Standpunkt allgemeingültiger Urteile und Wertungen erheben, d. h. solche Relationen herstellen und sodann auch an- erkennen, die von aller Willkür, Zufälligkeit und Einseitigkeit unabhängig und so gedacht sind, wie sie als Inhalt eines (theoretischen oder praktischen) „Be- wußtseins überhaupt" sich darstellen müssen. Es kann also objektive Wirk- lichkeiten, Wahrheiten (s. d.) und Werte (s. d.) geben, ohne daß „Wirklichkeit" „Wahrheit" und „Wert" im metaphysischen Sinne „an sich" zu existieren braucht (Standpunkt des kritischen Idealismus). Bei den Scholastikern und auch noch später bedeutet „objektiv" („esse den Gegensatz zum Realen („esse formaliter", „in re"), nämlich das
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Handwörterbuch der Philosophie
Titel
Handwörterbuch der Philosophie
Autor
Rudolf Eisler
Verlag
ERNST SIEGFRIED MITTLER UND SOHN
Ort
Berlin
Datum
1913
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
Abmessungen
12.7 x 21.4 cm
Seiten
807
Schlagwörter
Philosophie, Geisteswissenschaften, Objektivismus
Kategorie
Geisteswissenschaften
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