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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
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Seite - 72 - in Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen - Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900

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© 2020, V&R unipress GmbH, Göttingen ISBN Print: 9783847110606 – ISBN E-Lib: 9783737010603 D.K. Fieldhousewiederumhat in seiner Studie zum internationalen Imperia- lismus als Kolonialismus von 1981, die sich als Alternative zumarxistischer Theoriebildung versteht, folgende Schwerpunkte herausgearbeitet, um das Phänomenzufassen:diejuridischeBasis,dieessentielleninnerenWidersprüche derKolonialherrschaft, schließlich ihre Institutionenundnational verschiede- nenHerrschaftssysteme; sein Buch schließtmit einer Beschreibung der kolo- nialenWirtschaft und ihres Erbes, die sie in den beherrschten Gebieten zu- rückgelassenhat.18 DieseSchwerpunkte lassensichdurchausmit etlichenDetailbeobachtungen vernetzen, die sich in Ballandiers Text – der sich auch als zeitgenössischer Forschungsberichtversteht– finden:19 – „the pacification […] with respect to the [own] interests of the western powers“ (S. 36); – „economicexploitation[…]basedontheseizureofpoliticalpower“ (S. 37); – „the ideologiesused to justifycolonialism“(S. 39); – „thecolorline,politicaldependency,virtualnon-existing,social‘benefits, the lackofcontactbetweennativesandthe ,dominantcaste‘“ (S. 38); – „Colonial policy is the child of industrial policy“ (S. 40): „the quest for raw materials“ – deren Ausbeutung und Einfuhr-Ausfuhr weitgehend in den HändenderKolonialmachtbleibt (S. 41); – „propertydispossession“ (S. 41); – „proletarization“und„de-tribalizationof the indigenouspeople“ (S. 42); – „significantpatternsofculture-change“ (S. 43); – „the role of the judicial and administrative apparatus charged withmain- taining thisdomination“(S. 44); – „the arbitrariness of the colonial boundaries and administrative divisions“ (S. 44); – „juxtaposing incompatible or antagonistic ethnic groups“ (S. 45) und die Schaffungvon„pluralsocieties“(S. 45),die„notperfectlyhomogenous“sind (S. 48);20 – „theEuropeanminorityexercisesitsinfluenceoverthenativepopulationwith a forcedisproportionate to itsnumbers“ (S. 45); 18 Vgl.DavidK.Fieldhouse,Colonialism1870–1945.AnIntroduction,London1981,S. 16.Die äußerstproblematischenSchlussfolgerungen,dieFieldhouseals liberalerApologetdesKo- lonialismus zog (vgl. Fieldhouse, Colonialism 1870–1945, S. 48ff.) – nämlich, dass dieser unumgänglichgewesenwäreunddassohnediesensichdieStaatenderDrittenWeltsichnoch schlechter entwickelt hätten – bleiben freilich dezidiert aus der folgendenArgumentation ausgeschlossen. 19 Vgl.Balandier,TheColonial Situation(wieAnm.16), S. 51–108.KonkreteSeitennachweise erfolgen inderAuflistung. 20 Balandier spricht hier – inunserenZusammenhangnicht uninteressant – von einer „Bal- kanization“(Balandier,TheColonialSituation(wieAnm.16), S. 48). ClemensRuthner72
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Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Titel
Österreich-Ungarns imperiale Herausforderungen
Untertitel
Nationalismen und Rivalitäten im Habsburgerreich um 1900
Autoren
Wolfram Dornik
Bernhard Bachinger
Stephan Lehnstaedt
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7370-1060-3
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
362
Schlagwörter
KUK, K.U.K, Habsburg, Monarchie, Österreich-Ungarn
Kategorien
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