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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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162 7 Sport in den Medien zensport. Vermehrt wurde in Form von Kolumnen aber auch die Information überHintergründeoderDetailwissenüberStars,Vereine,Verbändeoder spek- takuläre Ereignisse mit einbezogen. Spieler und Trainer, Experten und auch Funktionärewurden in Interviews um ihreMeinung gefragt. Fotos trugen zur Veranschaulichung, Karikaturen zur Reflexion des geschriebenen Textes bei. Und je mehr Raum die Sportberichte einnahmen, desto strikter wurde die Sportrubrik, oft auch schon eine ganze Sportseite, vom restlichen Inhalt der Zeitung getrennt. Selbst Zeitungenmit dezidiert politischemStandpunkt bzw. religiös oder weltanschaulich gebundene Presseerzeugnisse, von der christ- lichsozialen Reichspost und der kommunistischen Roten Fahne bis zur natio- nalsozialistischenDeutschösterreichischenTageszeitung, berichtetennach 1918 über Sportthemen. AuchabseitsderTageszeitungenwurdederSport zumwesentlichenMedi- eninhalt. Zumeinen lieferte das neue Format der Bildillustrierten zwar kaum aktuelle Informationen, untermalte aber das Sportgeschehenmit Fotografien von Sportereignissen des In- undAuslandes. Zum anderen reflektierten zahl- reiche Wochenjournale, man denke nur an Emil Reichs Analysen im Neuen Wiener Journal,9 die aktuellenGeschehnisse, liefertenHintergrundwissenund eine – oft essayistisch verpackte – Einordnung undKritik.Wesentlich ausge- baut wurdemit zunehmender Popularität des Sports auch das Spektrum der Vereins- und Verbandszeitungen, die ihre Anliegen und Sichtweisen in der Massenpresseoftnurungenügendvertretensahen:Das traf inbesondererWei- seetwaaufdenArbeiterInnensportoderaufdenzionistischenSport,aberauch aufdie Turnbewegungzu. Daneben entwickelte sich in der Zwischenkriegszeit ein breites Spektrum von oft kurzlebigen Sportzeitungen, meist mit regionalem Schwerpunkt oder mit Fokus auf eine bestimmteSportart. VomAlpenländischen Sportblattbis zu Sport imWinter, vonderAllgemeinenÖsterreichischenProvinz-Sport-Zeitungbis zurRadsport-Zeitungund vom Fußball-Sonntag bis zu einer erklecklichenAn- zahl automobilsportlicher Zeitschriftenwurden spezielle Aspekte des Sportle- bens beleuchtet. Im Gegensatz zu den Vereins- und Verbandspublikationen dürfte indiesemSpektrumderSportpublizistikabervielfachwederdie finanzi- elleBasisnochdas InteressederLeserInnenausgereichthaben:MitAusnahme derAuto-, Flug-undMotorradzeitungenwarendieseZeitschriftenoft billigge- machtundwenigerfolgreich.DiesozialdemokratischenBlätterwurdenimFeb- ruar 1934verboten. Ungleich beliebter und auch langlebiger waren hingegen die wenigen überregionalen Sportblätter: Neben SilberersAllgemeiner Sport-Zeitung traten 9 Vgl. dazudieCase Study zuEmilReich indiesemKapitel.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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