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Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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244 9 (Sport-)Netzwerke Beruf, Karriere und Sport verbanden sich auch bei Theodor Schmidt: Der Erbe der SüßwarenfirmaVictor Schmidt u. Söhne und Vorstandsmitglied des Hauptverbandes der Industrie begann um 1927, den Sport in sein berufliches wie privatesNetzwerk einzubinden,was 1928 in seiner Ernennung zumöster- reichischenDelegiertenbeim InternationalenOlympischenKomitee eineners- tenHöhepunkt fand.AmBeginnseinesEngagementsalsSportfunktionärstand 1927 die Gründung eines Firmensportklubs namens Victor Schmidt. Theodor Schmidt übernahm nicht nur das Amt des Ehrenpräsidenten, stiftete Ehren- preise oder lud die Sportler in seine Villa ein, er nutzte den unterklassigen Verein auch als gesellschaftspolitisches Sprungbrett:42 Schon zur Gründungs- versammlunghatte erProminenz, anderSpitzeÖOC-PräsidentMartinHaudek und Teamchef HugoMeisl, eingeladen.43 Nach SchmidtsWechsel in das IOC verschwandder Firmenklub raschvonderBildfläche. JüdischeNetzwerke? Zionistische Sportvereine können zweifellos als (national-)jüdischeNetzwerke bezeichnetwerden, indenensichberufliche, sportlicheundpolitische Interes- senmit derWerbung für das zionistische Ideal verbanden: Sowar der Sport- journalist und Funktionär Emanuel Fiscuswährend des ErstenWeltkriegs als Student bei verschiedenen zionistischen Hilfsorganisationen tätig, später bei dem zionistischen Sportverein SK Hasmonea und auch als Verbandskapitän des jüdischenSportverbandes.Erwarabernichtnur inzionistischenOrganisa- tionenaktiv, sondernauchinallgemeinenberuflichenNetzwerken,soalsVize- präsidentdesTheater-,Presse-undVersicherungsangestelltenverbandes44und beimSportklub derWiener Sportberichterstatter.45 Fiscus gab aber auch eine Festschrift für das deutsche Sängerbundesfest im Jahr 1928 heraus, das die größte deutschnationaleManifestation und Anschlusskundgebung der ersten Maus, in: ballesterer 29 (2007) 44; RomanHorak,WolfgangMaderthaner,Mehr als ein Spiel. Fußball undpopulareKulturen imWienderModerne (Wien 1997) 62.MatthiasMarschik,Pol- lack-Wiese. In: AndreasTröscher,MatthiasMarschik, Edgar Schütz (Hg.), Das großeBuchder österreichischenFußballstadien (Göttingen 2007) 123f. 42 MatthiasMarschik, „Der Herr Kommerzialrat“. Theodor Schmidt undRudolf Klein. Sport- räumealsOrte jüdischer Selbstvergewisserung inderErstenRepublik. In:WienerGeschichts- blätter 71,H. 4 (2016) 299–324, hier 301f. 43 Sport-Tagblatt (22.11. 1927) 3. 44 Sport-Tagblatt (28. 11.​ 1923) 3. 45 Sport-Tagblatt (13.3.​ 1924) 4.
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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