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Nach 1918
Sportfunktionäre und jüdische Differenz - Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
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288 10 Nach dem „Anschluss“ nal zwischen Friedensbrücke und Döblinger Steg zumBaden.121 Ab 1941 trat mit der ElftenVerordnung zumReichsbürgergesetz vom 25. November 1941122 undeinerweiterenVerfügungsbeschränkungüber beweglichesGut von Juden und Jüdinnen vom 1. Dezember 1941 eine neuerliche Verschärfung jüdischer Entrechtungsmaßnahmenein.123 DieseVerordnungenbestimmten, dass Juden und Jüdinnen ihre Fahrnisse wie elektronische Geräte und Winterkleidung (Wollsachen,Pelze), aufgrundderBestimmungvom5. Jänner 1942 schließlich auchFahrräder, BergschuheundWintersportausrüstungenwie Skier undSki- schuhe,abzuliefernhatten.Damitwarennunmehr individuelleBewegungsfor- mendieserArt für Judenund Jüdinnenverunmöglicht.124 CaseStudy: JüdischerSport inWiennach dem„Anschluss“.DasBeispiel desSportclubs (SC)Hakoah Der1909 inWiengegründete jüdischeSportclub(SC)Hakoah125 (hebräisch:die Kraft) war einer der erfolgreichsten europäischen Allround-Vereine der Zwi- schenkriegszeit. Unter seinen mehreren tausend Mitgliedern126 fanden sich 121 Botz, „Anschluss“, 409f.;Rosenkranz, Verfolgung, 155; JüdischesNachrichtenblatt (Aus- gabeWien) (6.6.​ 1939) 7, (4.7.​ 1939) 8. 122 dRGBl 1941 I, 722. 123 Vgl.Blau, Ausnahmerecht, 102. 124 Dokumentationsarchiv,Widerstand, 201, 242f., 244f.; Der gelbe Stern in Österreich (Ei- senstadt 1977) 26, Rz199;Blau, Ausnahmerecht, 109;Walk, Sonderrecht, IV Rz264, 296, 373, 418, 449.Die genanntenBestimmungenwurdenauch im JüdischenNachrichtenblatt Jg. 1941, Nr. 73 (AusgabeWien) (3. 12.​ 1941) 1 publiziert. 125 Vgl. zum SCHakoah: Betz, Platzeröffnung, 150–184; SusanneHelene Betz, „… vor Neid platzend!“ Der Sportklub HakoahWien und seine Sportanlage imWiener Prater. In: David Forster, JakobRosenberg, Georg Spitaler (Hg.), Fußball untermHakenkreuz in der „Ostmark“ (Wien 2014) 88–105; Betz, Sport, 29–42, sowie Susanne Helene Betz, Jewish Sport in Vienna 1938–1945. The Case of the Hakoah Sports Club. In: Austrian Studies Newsmagazine (Center for Austrian Studies, University of Minnesota) 2 (Fall 2017) 13f., 29, online unter http://hdl. handle.net/11299/191873 (20. April 2018). Rezente Kurzbeschreibungen der Hakoah auch in Dieter J.Hecht,AusschlussundgesellschaftlicheÄchtung. In:Dieter J.Hecht,EleonoreLappin- Eppel, Michaela Raggam-Blesch, Topographie der Shoah (Wien 2015) 82–121, hier 118–121; Bunzl, HakoahWien, 505–507, erwähnenswert weiter: Heidi Zogbaum, HakoahWien. Jewish Sport before 1938. In:Australian Journal of JewishStudiesVIII,H. 2 (1994) 44–66. 126 DieMitgliederzahlen zurHakoah schwanken, lagen aber in der Blütezeit zwischen 1.500 und 3.000 Personen. Betz, Platzeröffnung, 151, 159f.; ÖStA, AdR, ZNsZ, StikoWien, Karton
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Sportfunktionäre und jüdische Differenz Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Titel
Sportfunktionäre und jüdische Differenz
Untertitel
Zwischen Anerkennung und Antisemitismus – Wien 1918 bis 1938
Autoren
Bernhard Hachleitner
Matthias Marschik
Georg Spitaler
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Berlin
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-055331-4
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
376
Kategorien
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