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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 239 -
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239 das kleine süddeutsche Landschwein, in Oberkäruten stellenweise mit romanischem Blute vermischt uud in neuerer Zeit vielfach mit englischen Racen gekreuzt. Zurückgegangen in der Bedeutung ist die Bienenzucht. Die Kärntner Biene (heute „Krainer Biene" genannt), bei den Imkern ganz besonders beliebt, fehlte früher in keinem Bauerngehöfte. Das Wandern mit den Bienenstöcken zu Anfang des Frühjahres in die Vorberge der Alpen, wenn die kriea curnea sie mit ihrem Blütenteppich bedeckt, mehr noch im Herbst, wo zur Zeit der Haideublüte der Gebirgsbauer seine Bienen auf die Weide bringt, ist heute noch gang und gäbe. Bienenweide-Ordnnugeu bestehen noch aus der Zeit der Kaiserin Maria Theresia. Von größerer volkswirtschaftlicher Bedeutung könnte mit Rücksicht auf die mannig- fachen Fischwässer, an denen Kärnten so reich ist, die Fischzucht und Fischerei werden. Das schöne Alpenland besitzt 32 größere Seen mit einem Flächeninhalt von 6.342 Hektar, kleinere Seen und Teiche 284 Hektar uud Flüsse und Bäche 3.583 Hektar, zusammen 10.209 Hektar Fischwasser. Von edlen Fischen nennen wir den Hnchen in der Dran, Gurk, Lieser und Lavant, der zur Laichzeit meist gestochen wird und den Ostertisch versorgt, ferner die Bachforelle und die Äsche in den fließenden Gewässern. In den Seen steht obenan die Lachs- uud die Seeforelle im Millstatter und Weißen See, der Waller insbesondere im Ossiacher und die Reinanke im Wörther See. Fällt die Lachsforelle dem Fischer in die Hände, wenn sie dem Ein- und Abflusse der See» zueilt, um zu laichen, so ist der nämliche Naturtrieb die Veraulassuug, daß die Reinanke die schützende Tiefe verläßt und, regelmäßig zur Weihnachtszeit, in seichteren Gewässern zur Höhe steigt. Da das Laichen meist bei Nacht erfolgt, so gilt es, den Fischzng in eisiger Kälte, oft bei —20 Grad Reaumur und in der Nacht vorzunehmen. Die mit Speise und Trank reichlich gelabten und uach Möglichkeit gegen die grimmige Kälte geschützten Fischer verlassen auf zwei mit Kienspänen beleuchteten Kähnen das Ufer, werfen das Schleppnetz, kreuzen die Enden und ziehen uach mehrstündiger Arbeit oft reiche Beute aus dem Wasser; bisweilen schlägt der Fischfang allerdings anch ganz fehl. Die sparsame Hansfrau, welche am nächsten Morgen um den zarten Weihnachtsfisch feilscht, hat selten eine Ahnnng davon, mit welchen Aufregungen, Strapazen und Gefahren für die Gesundheit dessen Fang verbunden war. Forstwirthschaft und Jagd. Käruteu ist die am stärksten bewaldete Provinz des Reiches; von den 459.408 Hektar Waldland entfallen 2.710 Hektar auf Laub-, der Rest auf Nadelholz. Vorherrschend ist die Fichte mit 90 Procent der Bestocknng, hierauf folgt die Tanne, Föhre und Lärche, horstweise, im Urgebirge leider stark ausgerodet, die Zirbe und eingesprengt die Rotheibe
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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