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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 242 -
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242 einerseits die brauchbaren Brennstoffe Braunkohle uud Torf, anderseits wieder den Hochgebirgsschotter und das Terrassendilnvium enthält. Dieselben ragen allenthalben hoch in die Berghänge hinauf und sind Zeugen der weitverzweigten Vergletscherung unseres prächtigen Alpenlandes während der Eiszeit. Heute sind nur die höchsten Zinnen der Tauern in der Glockner-, Hochnarr- und Ankogelgrnppe „verkeest". Die Gletscher sind im Rückzüge begriffen. Der größte und schönste von ihnen ist der Pasterzengletscher (9 4 Kilometer lang). Von Plutonischen Bildungen finden sich in Kärnten Granit, Syenit, Serpentin, Diorit, Eklogit, grauer und rother Porphyrit, Dolerit und Basalt. Den Gebieten dieser gehören mit wenigen Ausnahmen die bisher bekannteren Mineralquellen des Landes an: die Kärntner Römerquelle, ein alkalischer Säuerling bei Köttelach, die Carinthia- Qnelle, ein alkalisch-mnriatischer Säuerling bei Kappel, in dessen Nähe auch der Eisen- säuerling von Vellach und der Natrousäuerliug von Ebriach liegen. Ein Säuerling dieser Art findet sich überdies am Ostabhang der Saualpe zu Preblau und werden seine Prodncte schon lange, wie in neuer Zeit auch jene der Römer- und Carinthia-Quelle, in größeren Mengen versendet. Mit Bädern sind die Vellacher Quelle, die warme Quelle bei Villach und die Schwefelquelle bei Lußuitz verbunden. In dem Schichtencomplexe der früher genannten Felsarten finden sich viele nutzbare Mineralien, darunter Kupfererze, als Fahlerz in Neu-Finkenstein und Schwabegg, als Kies am Lamprechtsberg und in Fragant, Quecksilbererze im Buchholzgraben bei Paternion und in der Kotschna bei Vellach, Mangauerze am Kock bei Uggowitz, endlich auch Graphit am Klamberg. Die Bergbauten ans diese Mineralien stehen jedoch nur iu schwachem, häufig unterbrochenen Betrieb. Sie weisen insgesammt kein hohes Alter auf. Im Quellgebiete der Möll, der Lieser uud der oberen Dran deuten viele offene nnd verfallene Stollen, Halden uud Ruinen von Grubenhäusern, Poch- und Schmelzwerken auf den ausgedehnten Goldbergbau hin, welcher vormals die Thäler und Höhen der hohen Tauern belebte. Der Bergbau bewegte sich da vornehmlich in der Nähe des Kammes und an den südlichen Abfällen der hohen Tauern mitten in der Gletscherwelt bis über 2.800 Meter Seehöhe und verfolgte die zahlreichen Gänge, welche im nordsüdlichen Streichen ans dem Salzburgischen nach Kärnten herübersetzen. Von den Tauriskeru begonnen, von den Römern fortgesetzt, gelangte der Goldbergbau erst im Mittelalter wieder iu lebhaften Betrieb und gewann im XV. und XVI. Jahrhundert seinen höchsten Aufschwung. Die infolge der Entdeckung von Amerika eingetretene allmälige Werth- Veränderung der Edelmetalle, die für tiefere Einbaue im quarzreicheu Gestein unzulängliche Bergbautechnik und die religiösen Wirren mit ihren Folgeübeln im XVII. Jahrhundert bewirkten den Verfall der Gruben. Der noch im vorigen Jahrhundert fortgesetzte, zuletzt
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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