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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 262 -
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263 Schotterbänke und die felsigen Ufer. Zum Farbenspiel dieses lichtbrechenden flüssigen Diamants gesellen sich der Abglanz der weißen Schneeinseln des Mangart, die Spiegelung der hellen Wolken, die Schatten des das Wasserbecken umrahmenden Waldes. Ans der Thalstufe zwischen beiden Seen steht der „Rudolf-Fels". Unterhalb der Seen ist ein Naturpark mit Moosgründen, rauschendem Wasser, Sägemühle und Eisenwerk. Davor windet sich der Schienenweg der Kronprinz Rudolf- Bahn im grünen Thalgrund. Folgt man den Schienen in östlicher Richtung, so kommt man alsbald nach Ratsch ach und über die Wasserscheide hinweg zur Mündung eines dritten Thals, welches „Planica" heißt. In seinem Hintergrunde bricht die Savequelle aus einer steinigen Halde in 1.203 Meter Seehöhe hervor, verschwindet aber alsbald im Geröll, um iu der Nordhälfte des Thals wieder zu Tage zu treten. Alsdann verliert sich dieses Gewässer bei Würzen in einem Sumpfsee, der noch von einer zweiten Quelle gespeist wird. Welche von den beiden Quellen als eigentliche „Savequelle" zu gelten hat, ist leicht zu entscheiden, hält man sich an die örtlichen Verhältnisse der die eigentliche Wasserscheide bildenden Landschaft. Darnach ist die Wnrzener Quelle, uicht aber das Wässerchen des Plauicathals der Save-Urspruug. Bei Krouau öffnet sich ein viertes Thal, „Pisenza", mit zwei in die Fels- wildnisse des Prisanig oder Prisenska spica (2.555 Meter) — eine der wildesten Stellen im Triglav-Gebiet — und der Skerlatica (2.643 Meter), dem vierthöchsten Gipfel der Mischen Alpen, ausgreifenden Ursprungsthälern. Durch den westlichen Ast führt ein Hochsteig über den Moistroka-Paß (1.616 Meter) in das küstenländische Trentathal. Von größerer Bedeutung sind die weiter östlich, gegenüber von Lengenfeld sich öffnenden Thäler, drei an der Zahl, welche insgesammt einen gemeinsamen Zugang haben. An diesem letzteren liegt Moistrana. Das Hauptthal ist das Vratathal, au dessen Wurzel der Lukuiapaß (1.779 Meter) die Verbindung mit dem oberen Jsonzo- und unteren Trentathal vermittelt. Im Grunde des Vratathales eilen die Wasser der Bistrica zwischen Matten und Schotterufern, an den Hängen stehen Fichten und Buchen. Ab und zu steigt aus der grünen Trift die graue Rauchsäule eines Kohlenmeilers empor. Es ist ein echtes Alpenthal, ohne Anwesen, einzelne Hütten, welche den Gems- und Anerhahnjägern zur Einkehr dienen, ausgenommen. In der unteren Hälfte des Thals stürzt der Wasserfall des Pericnik in weitem Bogen aus der Felswand 40 Meter tief herab. Großartig ist der Hintergrund des Thals mit dem Triglav-Firn. Die zweite bei Moistrana beginnende Einsenknng in die nordöstlichen Triglav-Vorlagen ist das Kotthal. Den Hintergrund bilden die Kämme, Kessel und Kare des Emir und der Rjovina. An ihnen vorüber führt der Steig zur neuen „Deschmann-Hütte" hinauf. Es folgt ostwärts das Kermathal, die dritte Einsenknng. Jndirect mit Moistrana in Verbindung stehend.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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