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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 266 -
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266 Der orographische Typus der Karavanken ist kein einheitlicher. In ihrem westlichen Drittel aus einer einzigen in westöstlicher Richtung streichenden Kette von fast nianer- artigem Aufbau entwickeln sich die Karavanken mit zunehmender Entfernung von ihrem Ursprungsorte in immer breiter werdender Basis aus. Zugleich erreichen sie in ihrem östlichen Theile ihre höchste Erhebung im Stol (2.239 Meter). Die südöstlich sich anschließenden Steiner Alpen, welche eine Gebirgsgruppe für sich bilden, erfüllen einschließlich ihrer Vorlagen den Raum zwischen Kanker und Sann. Der Anblick der Karavankenkette ist vom Dranthal — also von Körnten aus — weit großartiger als von irgend einem Punkte des Savethals. Der Anblick der Steiner Alpen mit dem imposanten Grintovc oder Grintonc — dem höchsten Gipfel derselben (2.559 Meter), nahe am Trifininm von Körnten, Krain und Steiermark — und mit der nur um Weniges niedrigeren Kanker-Kocna ist namentlich von der Laibacher Ebene aus wunderbar und erinnert an die tirolischen Dolomiten. Ein Bild aber, wie es die von der Sonne rothglühend angehauchten Karavanken etwa vom User des Wörther Sees aus abgeben, möchte sich im gesammteu östlichen Alpengebiete kaum wiederfinden. Der Gegensatz von Nord und Süd in den Karavanken hat indeß etwas für sich: die Pracht der Bilder des Gesichtskreises, in dessen Mittelfelde die hohen Aussichtsgipfel stehen, wird uns fast unvermittelt zu Theil. Die mächtige Drau im Gegensatz zu der unbedeutenden Save, die Seenspiegel Kärnteus im Norden und die Felswildnisse des Triglav-Stocks im Süden, grüne Thalebenen aber zu beiden Seiten des Walles: diese landschaftlichen Elemente charakterisiren hinlänglich die Grenzstriche Kärntens und Krains am Walle der Karavanken. Wir betreten das krainische Karavanken-Gebiet in der nordwestlichsten Ecke des Kronlandes. Am besten geschieht dies mit Benützung des Schienenweges, der von Tarvis nach Laibach zieht. Knapp vor Weißenfels queren wir die Grenze auf einer prachtvollen Eisenbahnbrücke von 38 Meter Höhe und 128 Meter Länge. Die Schienen laufen auf hohem Damme, so daß die zerstreuten Anwesen wie ein Spielzeug zu Füßen liegen. Das Thal ist eng und rauh. Aus dem Nömerthal schäumt der Weißenbach. Noch alpenhafter ist der Ort Ratschach auf der Wasserscheide. Der offene Thalgrund der Wnrzener Savequelle wird von der Landstraße durchschnitten, welche nordwärts ansteigt und in 1.071 Meter Seehöhe die Karavanken — und zugleich die Landesgrenze — überschreitet. Es ist „die Würzen", der Wurzenpaß. Die Thorpfeiler desselben sind im Osten der Kamnat vrh (1.658 Meter), im Westen der Petelinegg (1.547 Meter). Der Ausblick jenseits des Passes auf den Dobrac (Dobratsch), das Gailthal, auf Federaun und die übrigen Örtlich- keiten, einschließlich der Villacher Ebene, ist ungewöhnlich genußreich. Bei Krön au beginnt die Romantik des Savethals. Ein Ort wie dieser wäre berufen, ein Sammelpunkt der Alpenfreunde zu werden. Das Pisenzathal ist von wilder
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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