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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 268 -
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268 Die eigentliche Loibl-Chaussee zieht von Laibach und Krainbnrg herauf. Nähere Ausgangspunkte sind die Eiseubahustatioueu Podnart-Kropp und Radmannsdorf und Lees. Unterhalb Podnart mündet die Feistritz, welche die Richtung des Weges anzeigt. Der erste Haltepunkt in den Vorbergen ist Neumarktl. Hier fällt der St. Auuabach, der vom Loibl-Paß herabkommt, in die Feistritz. Nach dem vorgenannten Bach hat das Thal den Namen. Um Neumarktl herum aber ist eiu weites Gebiet von alpinen Herrlichkeiten. Genannt seien der Erosionsschlnnd der Feistritz bei der romantischen „Teufelsbrücke", der Aufstieg zur Kosuta, die im Kosutnikthurm (2.135 Meter) cnlminirt, die Gegend zwischen Neumarktl und Vigauu, über welch letzterem Orte die Ruine Katzenstein thront, die Landstraße nach Kanker uud in die Griutouc-Thäler u. s. w. Das Hauptstück ist natürlich die Loibl-Ronte. Wer sie im Frühsommer zurücklegt, sieht noch die Schneeinseln auf den Höhen des Thalschlusses und erfreut sich an den Blumen, die am eilenden Wasser blühen. Allenthalben rauschen die Wasserstürze der Mühlen. Um die Bildstöcke und Kreuze summen die Bienen, Anwesen folgt auf Auweseu. Zuletzt kommt man an den Abstürzen der Kosuta vorüber und erreicht den Weiler St. Anna, von dem aus die Chausseeserpeutiueu zum Loibl-Paß ansteigen. Das Hochthal wird ringsum von kahlen Felsgipfeln überragt. Am großartigsten präsentirt sich die weit- gestreckte schroffe Wand der Kosuta, welche im Südosten der Fahrstraße aufragt. Von Südwesten her dräuen die Zacken uud Kämme der Boguucica (2.063 Meter), dereu Geröllfelder und Schutthalden tief herabreichen. So bilden Kosuta uud Boguneica die eigentlichen Pfeiler zum Alpeuthor des Loibl-Paffes. In der Tiefe des Kessels, den alle diese Höhen einschließen, schmiegt sich St. Anna, ein Ort gleich ausgezeichnet dnrch Aninnth der Lage und Pracht des euggezogenen Felsrahmens im nächsten Bereiche. Über die Paßhöhe des Loibl läuft die Grenze zwischen Kärnten und Krain. Jenseits derselben senken sich die Serpentinen der Chaussee bis auf 734 Meter herab, steigen aber wieder bis 1.004 Meter zum „Kleineu Loibl-Paß" au. Kurz zuvor wird die „Teufels- brücke", die romantischste Partie an der Loibl-Chaussee, überschritte». Letztere zieht iu der Folge an Uuter-Loibl vorüber, setzt unter dem hochragenden Schloß Hollenburg auf langer Jochbrücke über die Drau uud endet in Klagenfurt. Wir haben nun noch des letzten alpinen Gebirgsabschnittes des Kronlandes Krain zu gedenken — der Steiner Alpen (auch Sannthaler Alpen genauut), welche sich zwischen dem Kaukerbach und der oberen Sann ausbauen. Sie sind räumlich zwar sehr beschränkt, bilden aber nach ihrem orographischen Typus eine an die Herrlichkeiten der Tiroler Dolomite gemahnende Gruppe von außergewöhnlicher Pracht und Romantik. In der Regel besucht man dieses Gebiet von Krainburg aus. Aber eiu uicht minder gnter Standort ist Stein, das freundliche Städtchen am Nordostende der Laibacher Ebene.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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