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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 272 -
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272 den Strom heran, ohne schroffe Abstürze zu bilden, wie sie von der Eisenbahnstation Trifail ab allenthalben linksseitig des Stromes auftreten. Da und dort stäubt ein schneeiger Cascadenbach über Moosteppiche. Eiu schmaler Pfad zieht längs den Saveflnten, welche, von Klippen und Blöcken gestaut, in schäumenden Wirbeln sich überstürzen: eine Scenerie, ähnlich der im „Gesänse" des steiermärkischen Ennsdesiles, weuu auch ohne die malerischen Coulisse» gewaltiger Felsmassen. ^aibach, der Unterkrainer ^oden und )nnerkrciiu. Die „Laibacher Ebene" bildet eiueu Abschnitt des nordkraiuischeu Beckens, welcher von deu Ausläufer« der Steiner Alpen im Norden und Osten und vom Laibacher Moor im Süden umsäumt wird. Diese schöne Thalebene bildet mit der im Norden und Nordwesten angrenzenden Steiner und Krainbnrger Ebene eine der größten Thalflächen innerhalb des Gesammtgebietes unserer Alpenlande. Hier treffen Ober-, Unter- uud Jnner- kraiu mit ihrer so grundverschiedenen Bodencharakteristik der majestätischen Höhenzüge der jnlischen und karnischen Alpen, den vorwiegend lanbholzbestandenen Vorbergen und Vorhügeln der uuterkraiuischeu Berge und dem in das saatendurchwogte prähistorische Seebeckeu von Laibach, das schon zum größten Theile enltivirte Laibacher Moor, mit dem dominirenden, 1.106 Meter hohen Krim heraufragenden Karstgebilde zusammen. Hier liegt an den beiden Ufern des bei Oberlaibach entspringenden Laibachflnsses, der Fortsetzung der in der Höhlenwelt des Karstes verschwindenden und wieder zutage tretenden Karst- flüsse Poik und Unz, und überragt von dem 364 Meter hohen, in seinem nordwestlichen AbHange uoch dicht bewaldeten, znr Zeit der Herbstnebel auf seinem Platean zeitweilig die schönsten dem Brockengespenst ähnlichen Luftspiegelungen bietenden Schloßberge, die S tad t Laibach eine der ältesten Städte unserer Monarchie. Nicht bald einer Stadt wie dieser, welche sich aus den Trümmern einer römischen Militärstation ersten Ranges erhoben, welche von den Tagen Karl des Großen bis in die Neuzeit stets als wichtiger strategischer Punkt gegolten und stets besonderes Augenmerk und hervorragende Gunst der Herrscher, namentlich der erlauchten Landesherren aus dem Hause Habsburg genossen hat, dürfte der scharfbeobachtende Besucher die Geschichte ihres Werdens noch hente so deutlich vom Antlitz lesen, trotzdem die Manern, Thore uud Thürme schon seit nahezu eiuem Jahrhundert gefallen sind! Die im Landesmusenm „Rudolfiuum" bewahrten Römerfnnde erinnern an die Tage der weltbeherrschenden Roma, das Schloß (Strafanstalt) auf dem Schloßberge und die zahlreiche» alten Häuser mit Giebelbedachuug auf dem „alten Markt" nnd in der Florian- gasse, den ältesten Stadttheilen, in drückender Enge zwischen Berg uud Fluß hineingestellt,
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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