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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 278 -
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278 gekannte Therme von 36 Grad Celsius, nach jenem von der Gnrk und Save gebildeten reizenden Thalwinkel, dem gegenüber jenseits der Save auf steirischem Boden sich das freundliche Rann erhebt. Die vierte, beziehungsweise fünfte Partie von Unterkrain bildet die am rechten Ufer der Gnrk im Nordosten des Landes sich erhebende, aus eiuer kaum uoch 130 Meter hohen Ebene emporsteigende, mit der Rückenhöhe von 630 bis 790 Meter einen prächtigen Anblick gewährende dichtbewaldete Kette der Uskokenberge, südwärts denen sich mit rascher Abdachung von 380 auf 150 Meter bis an den Kulpaflnß als natürliche Grenze gegen Kroatien der Mött l inger und Ceruembler Boden erstreckt, der mit seiner Kreideformation schon streckenweise den rauhen Charakter des Karstes trägt. Im nord- östlichsten Gebiete der Uskokeuberge fällt unterhalb des Dorfes Mnnkendors der Gurkfluß iu die Save, deren weiterem Laufe gegen Kroatien folgend man auf dem rechten Ufer knapp an der kroatischen Grenze das schöne Schloß Mokritz erschauen kaun. Das Gebiet der Uskokeuberge iu südwestlicher Richtung durchquerend führt der ideale Weg an dem Nordwestabhang des 1.181 Meter hohen Gorianc und an den weiter gegen Südosten gelegenen Vorbergen in das Eldorado der nnterkrainischen Weincultur, in die Semicer Weinberge und weiter in den Möttlinger und Cernembler Boden, in das Territorium der uach dem vorwiegenden Weiß ihrer Gewandung so benannten „weißen Krainer", welche die altkraiuische Art uud Sitte und die ursprünglichen Nationaltrachten dieses Landestheils uoch möglichst rein und unverfälscht erhalten haben. Wie es uns hente entgegenblickt das heitere Bild von Stadt und Schloß Mött l ing aus der von trefflichsten Wein liefernden Höhen rings umgebenen möglichst enltivirten Fläche, in der die Sommer- frncht üppig gedeiht, würde man wohl kaum mehr ahnen, welche furchtbare Kriegsscenen sich hier vor drei Jahrhunderten abgespielt haben. Der Krümmung, welche südöstlich von der Stadt Cernembl die Knlpa oberhalb Adleschitz bildet, schmiegt sich das Schloß Fre i thnrn an, die Stätte, aus welcher der berühmte kraiuische Held uud Staatsmann Herbard VIII. Freiherr von Anersperg zum letzten verzweifelten Kampfe mit dem „Erbfeind der Christenheit", dem Türken, auszog und in dessen wohlummauerten Burghof uur mehr sein geköpfter Leichnam zurückgebracht werden konnte. Von Cernembl südwärts gegen die Knlpa liegt das Dorf Bojanze, dessen Bewohner durch besonders schmucke Tracht sich auszeichnen, gleich denen des noch weiter südwärts knapp an der Knlpa auf steiniger Höhe liegenden Weiniz, in welcher Gegend es Weinberge gibt, ans denen man, wie schon der Chronist des XVII. Jahrhunderts versichert, „gar köstlichen Wein erlangt"! Die südöstlich von Laibach am Ostrande des Laibacher Moores in der Richtung gegen Gottschee laufende Landstraße führt in jenen Theil vou Unterkrain, welcher dein nördlichsten Karstzuge augehört, aber sich bei weitem
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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