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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Kärnten und Krain, Band 8
Seite - 464 -
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464 Die Domkirche, erbaut in den Jahren 1700 bis 1706 nach dein Plane des Jesuiten Andrea Pozzo, reicht zwar keineswegs heran an die großen gleichzeitigen Leistungeil eines Fischer von Erlach, doch zeichnet sie sich aus durch lichte Weite, Schönheit der Verhältnisse, Harmonie der Grundformen mit dem Ausbau. Die Kirche ist ein einschiffiger Bau in Kreuzesform mit praktischen Kapellenaulagen an dem Schiffe und Pultdächern darüber, durchaus bemalt. Der breite Raum ist mit einem Tonnengewölbe überspannt, die Zwischen- mauern der Seitenkapellen dienen dem Gewölbe als feste Stützen. Die Kapellenössnnngen sind dnrch Pilaster getrennt; auf dem von diesen getragenen Gebälke steht eine Attika, auf welcher das Gewölbe aufsitzt. Eine reichere Gliederung gewährt die 20 Klafter hohe, jedoch schwerfällige Kuppel über der Vierung, die durch eiueu eyliuderischeu Aufbau in die Höhe gehoben ist. Dieser Anfban wurde erst im Jahre 1841 ausgeführt. Auf die Durch- bildung des Äußern der Langseiteu ist sehr geringes Gewicht gelegt. Die Längswand ist durch Liseueu getheilt, entsprechend der Anordnung der inneren Kapellen. Mehr oder weniger folgt die Bauart der anderen Kirchen Laibachs und der größereu Kirchen Krains überhaupt dein genannten Beispiel. Vor allen schließt sich im Baue an die Domkirche die Franeiseanerkirche vom Jahre 1646. Die hohe Lage der Kirchenfa^ade, die eine bedeutende Terrassenmauer mit Freitreppen unter sich hat, sichert diesem Bau vvr anderen Laibacher Kirchen einen imposanten Eindruck. Die Fa^ade ist durch Pilaster nud Gebälke in zwei Etagen getheilt. Den Übergang von der oberen schmaleren Etage znr unteren vermitteln große Voluten. An der Langseite treten aus den Kapellendächern zur Verstärkung der Hochschiffsmaner jochtragende Strebepfeiler hervor. — Die schönste Banart im Innern hat die St. Peterskirche ans der ersten Hälfte des XVIII. Jahr- hunderts. Sie ist dreischissig und offenbar der berühmten Kirche S. Giorgio maggiore in Venedig in der Hauptsache, jedoch in kleinerem Maßstabe nachgebildet. Zu den schönsten Kirchen Krains gehört, was den edlen Baustil ailbelaugt, die Ursulinenkirche in Laibach. Über dem hohen marmornen Altar erhebt sich die Kuppel. Besonders ausgezeichnet ist die Kirche durch schöne Grnppirnug der Halbsäuleu mit den Gebälksstücken darüber. Ein architektonisches Scheingerüste dient zur Verkleidung der Fa^ade. Mächtige, durch die ganze Höhe gehende Dreiviertelsäulen tragen das Gebälke mit dorischem Fries und Giebel als oberem Abschluß. — Ein durch köstlichen Marmorreichthnm vor allen Kirchen Krains ausgezeichnetes Gebände ist St. Jakob, ein zweithürmiger Bau im Stil der reifen italienischen Renaissance. Der Polygone Ostschlnß des Presbyterinms und die echtdentschen Strebepfeiler bekuudeu noch jetzt den gothischen Charakter des ehemaligen Kirchenbaues. Den Ceutralbau repräseutirt die Kirche des deutscheu Ritterordens, erbant im Jahre 1714. Die Anlage ist die eines kuppelgekrönten Eentralbanes mit Kreuzarmen. Die Fa^ade schmücken vier korinthische Pilaster, über deren Kropfgesimsen ein Eonsolensries sammt
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Kärnten und Krain, Band 8
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Kärnten und Krain
Band
8
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.41 x 23.03 cm
Seiten
532
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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