Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Kronprinzenwerk
deutsch
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10
Seite - 312 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 312 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10

Bild der Seite - 312 -

Bild der Seite - 312 - in Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10

Text der Seite - 312 -

312 im Jahre 1830 fast 60.00(1 Einwohner zählte, günstige Momente, an deren Bethätigung der vorsorgende Sinn Seiner Majestät Kaisers Franz wesentlichen Antheil nahm. Der Handel ward zunächst immer noch durch Segelschiffe betrieben und namentlich auf den qnarnerischen Inseln und in Dalinatien widmete man sich mit Vorliebe einem Erwerbe, der so glänzende Aussichten darbot. Die durch jahrhundertelange Übung vererbte Tüchtigkeit unserer Küstenbewohner kam jetzt zur vollen Geltung und half den guten Ruf unserer Seeleute und unserer Flagge allwärts begründen. Das Material der Handelsmarine zerfiel in zwei Gruppen, in die Quersegelschiffe und in die Küstenfahrzeuge. Zur ersteren gehörten alle Schiffe, welche Segel an Raaen führten, mit zwei oder drei Masten und durch diese Takelage, sowie durch entsprechende Bauart für oceanische Reisen geeignet waren. Man unterschied verschiedene Classen derselben, am beliebtesten waren und sind heute noch Barkschiffe, Briggs und Schoouer, sowie verschiedene Combinationen der beiden letzteren Formen. Die Küstenfahrzeuge führen auch heute noch vorwiegend die alten lateinischen Segel. Ihre Forinen hielten sich eng an das Herkommen, sie waren meist bauchig mit rund aufsteigendem Bug. Ihre Tragfähigkeit ist gering im Verhältniß zu ihrer Verwendung. Als hervorragendster Typus dieser Gattung stellt sich das Trabakel dar. Daneben kommen noch andere Arten vor, so der Pielego, die Brazzera, die Tartana, der freilich mehr zu Fischereizwecken verwendete Bragozzo, wogegen die älteren Formen levantiner Vorbildes, die Felnken und Schebekeu verschwinden. Segel- stellung, Bemastnng, Bauart begründen diese Unterscheidungen. Ihrer Ausdehnung nach wurde die Schiffahrt gesetzlich in drei Gebiete geschieden. Man gestattete der kleinen Küstenfahrt nur die Bewegung innerhalb des adriatischen Golfes bis zu einer Linie, welche so ziemlich bei den jonischen Inseln abschneidet. Die große Küstenfahrt umfaßte das ganze Mittelmeer mit Einschluß des Schwarzen und Asow'schen Meeres, also jenes Gebiet, über welches hinaus bis zum Ausgang des XVIII. Jahr- hunderts die österreichische Schiffahrt und überhaupt jene der adriatischen Ostküste sich nur in vereinzelten Fällen bewegt hatte. Was jenseits der Meerenge von Gibraltar gelegen war, durfte nur von den für weite Fahrt patentirten Schiffen besucht werden. Innerhalb der beiden Cabotagegebiete gab es verschiedene, mehrfach wechselnde Unterabtheilungen, bis in neuester Zeit, 1879, die Eiutheiluug in jene drei Hanptgrnppen ausschließlich festgestellt wurde, wobei man mit Rücksicht aus die durch deu Suezkanal geschaffenen Verhältnisse auch das Rothe Meer in die Grenzen der großen Küstenfahrt einbezog. Die kleine Küsten- fahrt vermittelte wesentlich den Verkehr zwischen den heimischen Gebieten, ferner mit der jenseitigen Küste von Italien, auch mit Albanien und dem nördlichen Theile der jonischen Inseln. Die Aufgabe der großen Küstenfahrt war eine verschiedene. Sie besorgte vielfach den Levantehandel und diente dem Verkehr mit den griechischen und türkischen Häfen in
zurück zum  Buch Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Das Küstenland, Band 10"
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Das Küstenland, Band 10
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Das Küstenland
Band
10
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.63 x 22.44 cm
Seiten
390
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild