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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (3), Band 12
Seite - 178 -
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178 Festungsberg und Blocksberg. Hier schwengt der Weg rechts um den Festungsberg herum, sendet aber einen geraden Ast weiter, längs der Donau und der dicht an die Felsabstürze des Blocksberges gelehnten Häuser: die Stuhlweißenburger Straße. Aus der beklemmenden Enge zwischen Fels und Wasser rettet sich diese unterhalb des Blocksberges glucklich ins Freie und zieht dann stolz weiter, einerseits mit sanfter Krümmung zwischen dichten Gruppen reizender Landhäuser den Südabhang des Blocksberges hinan, anderseits hinab in die Ebene des Kelensöld, wo die Salzquellen sprudeln und die Station Kelenföld^der ungarischen Staatsbahnen sich mit großen Gebäuden erhebt, welche die den Strom über- spannende Eisenbahnverbindungsbrücke grüßen. Die Thalenge zwischen Blocksberg und Festungsberg ist die eigentliche Raizenstadt, auch Taban genannt. Sie war einst eine serbische Colonie, woran aber nur noch ihr Name erinnert. Die serbische Kirche steht noch, ihr Publikum jedoch schrumpft immer mehr zusammen, und wer weiß, wie bald auch hier, wie in vielen anderen Städten, namentlich an der Donau, die serbische Kirchengemeinde nur aus dem Geistlichen nebst Küster und Glöckner, aber ohne Gläubige bestehen wird. Der Taban erklimmt den diesseitigen Steil- hang des Blocksberges; armes Volk hat einst diese Berghalde mit seinen winzigen Hütten besetzt, die früher in gar dichten Reihen standen, seither aber stark gelichtet sind. Die Hauptstadt hat nämlich diesen Theil des Blocksberges zu einer Promenade umgestaltet, mit Bäumen bepflanzt und ist bestrebt, die in die Flanken des greisen Felsennngethüms hineingeklebten Häuschen durch Enteignung auszurotten. Das veränderte Bild des Blocks - berges gibt diesem Stadttheile einen frischen und angenehmen Hintergrund. Die Fortsetzung der Raizenstadt, um den Festungsberg her, ist die alte Christinen- stadt, mit kleinstädtischer Bevölkerung und kleinstädtischen Sitten. Ihre Sehenswürdigkeiten sind das Sommertheater im sogenannten Horväthgarten und die Generalswiese, die jetzt ein Exercierplatz ist. Wo die Stadt aufhört, steht der Doppelbahnhof der Südbahn und darüber hinaus folgen das Krankenhaus des Rothen Kreuzes, das Militärhospital und das Staatspädagogium, von lauter neu entstehenden Gassen umgeben. Nun hat aber auch unser Spaziergang so ziemlich die Runde um den Festungsberg gemacht; nur den sogenannten Stadtmeierhof sVäiosma^or), diesen schattigen Sonntagstummelplatz des Osuer Volkes, brauchen wir noch zu durchschreiten, und wir betreten wieder den Stadtheil, von dem wir ausgegangen sind, und stehen bald abermals an der Mündung der Margarethenbrücke. Die Flanken des Festungsberges sind, seitdem die Festuug keiue mehr ist, mit Villen und traulichen Familienhäusern vollgebaut worden. Nur wenige Gassen können sich bis zu den Festungsmauern emporarbeiten. Geschlängelte Pfade, Stiegen und Kletterwege führen uns in die Festung hinauf, oder die Dampfseilrampe. Den bequemsten Aufgang bieten die
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (3), Band 12
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (3)
Band
12
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.49 x 21.91 cm
Seiten
626
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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