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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Ungarn (3), Band 12
Seite - 358 -
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358 nach an Alexander Jlkey, Moritz Szentkirälyi, Graf Gedeon Räday und schließlich Paul Nyär überging, der sie bis 1841 führte, in welchem Jahre das Theater Landes- anstalt wurde. In diesen jahrzehntelangen Kämpfen war das Pester Eomitat der Hauptvertreter der nationalen Bestrebungen und Hauptprotector des ungarischen Schauspielwesens. Dem Pester Comitate ist das noch jetzt bestehende Nationaltheater zu verdanken, und wenn man das halbe Jahrhundert seines Bestehens überblickt, begreift man kaum mehr jene» Streit, ob es zweckmäßiger sei, dasselbe unter dem Patronate des Comitats im Jahre 1837 zu eröffnen oder dem Plane Stefan Szichenyis zu folgen. Die Geschichte dieser 50 Jahre spricht durch ebeusoviele Ereignisse für das Eine wie für das Andere; keine dieser Einzelheiten kann das Verdienst des Pester Comitats und des Vieegespans Gabriel Földväry um die Festlegung des ungarischen Schauspielweseus verringern, das ihnen für immer verpflichtet bleibt. Doch sind auch die Verdienste der Schauspielgesellschaft nicht zu übersehen, die nicht nur den Wettbewerb mit der trefflichen, schon damals berühmten und in einem prächtigen Gebäude wirkenden deutschen Truppe bestand, sondern in den eifrigen Patrioten auch die berechtigte Hoffnung erweckte, daß sie, wenn nur erst in einem schönen, ständigen Gebäude zu Pest untergebracht, auch siegen werde. Und auch diese Hoffnung wurde durch die Schauspieler erfüllt. Nachdem die Megyeri, Egressy, Fänesy, Szentpctery, Rosa Labor- falvy, das Ehepaar Lendvay, Bartha, Läszlö, Telepi, Udvarhelyi, Szilägyi einige Jahre zusammen gewirkt, befanden sie sich auf einer so hohen künstlerischen Stufe, daß schou im Jahre 1841 der Preßburger Reichstag das Institut als Nationaltheater der Leitung eines Landesausschusses überwies. Der Glanz dieser Künstler erfüllt das erste Jahrzehnt des Theaters. Dieser Zeitraum gilt auch jetzt noch als Glanzperiode der ungarischen Schauspielkunst. Und in der That haben auf dieser Bühne niemals gleichzeitig so viele ausgezeichnete Kräfte in so harmonischem Einklänge gewirkt als damals. Unter ihrem Einfluß reiste das dramatische Talent Szigligeti's heran, dessen fruchtbare Thätigkeit hinwiederum ihnen zu einer großen Anzahl von Meisterleistungen verhalf. Auch wahrten sie das ganze Jahrzehnt hindurch ihren Einfluß auf die Leitung des Theaters. Sowie sie bereits in Ofen, unter der Direction von Fay, Döbrentei und Simonesies als leitende Mitglieder, ihre Angelegenheiten besorgt hatten, leiteten sie auch in Pest, als Regisseure und Drameubeurtheiler um den Seeretär Szigligeti geschaart, unter allem Wechsel der Direktoren und Direetionsformen, die dramatischen Angelegenheiten, ja ihr Einfluß erstreckte sich auch auf die finanzielle, wirthschaftliche und technische Führung des Theaters. Nur zufällig gehörte diesem Personal nicht auch Frau Käutor an, die vor der Eröffnung des Nationaltheaters der Stolz des Ofner Schauspieles gewesen.
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Ungarn (3), Band 12
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Ungarn (3)
Band
12
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.49 x 21.91 cm
Seiten
626
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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