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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Band 13
Seite - 522 -
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522 günstigen Jahren über den eigenen Bedarf erzeugt wird und dann einen werthvollen Ausfuhrartikel bildet. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Obstbau, der übrigens nur in den milderen Lagen und auch da nur in geringem Umfange in Baumgärten, dann auf den Häusern zunächst gelegenen Wiesgründen, sowie an Feldrainen und Wegrändern betrieben wird. Gemüse werden nur in der Umgebung der Städte Innsbruck und Hall in etwas größerer Menge sowie in feineren Sorten cultivirt, ohne indessen den Bedarf zu decken. In den übrigen Theilen des Gebietes beschränkt sich der Gemüsebau auf die einfachsten Gewürz- und Kücheukräuter nebst einigen Salat-, Kohl- und Rübenarten, so daß er von keinem Belange ist. Das Hanptprodnct der landwirthschastlichen Pflanzencultur bildet überall das Heu, von dessen Gedeihen daher in erster Linie der Erntesegen abhängt, den der Landmann durch die Zucht und Nutzung der verschiedenen Arten der Hausthiere zu verwerthen trachtet. Die Richtung und Bedeutung der Viehwirthschaft läßt sich aus der Stärke und Zusammensetzung des ständig gehaltenen Viehstapels beurtheilen, worüber die Ergebnisse der letzten Viehzählung genauen Aufschluß geben. Im Winter 1890/91 waren in der Gebietssection vorhanden: 6.371 Pferde, 196.551 Rinder (darunter 99.080 Kühe), 76.308 Schafe, 35.155 Ziegen und 25.186 Schweine. Mit Ausnahme des Unterinnthals und zum Theil auch des Drau-Jselthals ist weder die Zucht noch die Haltung der Pferde von größerer Wichtigkeit. Anders verhält es sich mit der Hornviehzucht, welche in allen Thälern Nord- und Osttirols in größter Ausdehnung betrieben wird und überall die hauptsächlichste Ertragsquelle des landwirthschastlichen Grundbesitzes ausmacht. Hand in Hand mit der außerordentlichen Ausdehnung des Wiesen- und Alpenbodens bei höherem und steilerem Terrain wird die Aufzucht von Zucht- und Nutzrindvieh für Handelszwecke im Oberinn- und Lechthal am stärksten betrieben. Diese Hochgebirgslandschaften sind die Heimat zweier stammverwandter, durch besondere Nutzeigenschaften ausgezeichneter Rinder- typen, der Oberinnthaler Race und des Lechthaler Schlages, deren wohlbegründeter Ruf weit über die Grenzen des umfänglichen Zucht- und Verbreitungsbereiches im eigenen Lande gedrungen ist und einen nachhaltig lebhaften Export hervorgerufen hat. Die Oberiuuthaler Race ist blaugrau bis semmelgelb gefärbt, bald mehr ins Weißliche, bald mehr ins Röthliche spielend, wobei das Haarkleid theils mit, theils ohne ausgedehntere hellere oder dunklere Partien abgetönt erscheint. Der Nasenspiegel, dann die Oberfläche derZunge und die Augenlidränder sind bleigrau, Hornspitzen, Klauen und Schweif- quaste braunschwarz pigmentirt. Der Größe und Schwere nach zählt dieses Hornvieh zu den klein- und leichtsormigen Gebirgsschlägen, indem erwachsene weiblicheThiere im Durchschnitt
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Band 13
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Tirol und Vorarlberg
Band
13
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.12 x 23.1 cm
Seiten
624
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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