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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Tirol und Vorarlberg, Band 13
Seite - 572 -
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572 Parzellen, nur mehr 14 Procent, im deutschen Antheil von Südtirol nur I V- und auch im Gebiete von Trient nur 2Vs Procent der Gefammtwaldfläche; doch sind speciell in den beiden letzteren Gebieten einige Perlen des Staatsforstbesitzes sowohl ihrem verhältniß- mäßig hohen Ertrage als ihrer landschaftlichen Bedeutung nach zu verzeichnen. Es sind dies die Forste des Villnösthals am Fuße der Geißlerspitzen, der Karrerwald bei Welschnofen mit dem herrlichen schwarzblauen Auge des Karrersees, in dessen ruhiger Fläche die Dolomitwände des Latemargebirges und des Rosengarten sich spiegeln, die schonen Forste von Paneveggio und St. Martino, aus deren dunklem Vordergrunde sich die weißen oder rosig angehauchten Felsthürme des Cimon und der Pale di St. Martino doppelt wirksam herausheben, endlich der ertragreiche Staatsforst Cadino bei Cavalese. Den letzteren Forsten kommt es sehr zu statten, daß sie nicht oder wenigstens nicht bedeutend mit Einsorstungsrechten belastet sind, wie dies leider bei den Staatsforsten Nordtirols noch im Übermaße der Fall ist. Im Ganzen sind in Tirol heute noch 60 Procent des Waldstandes mit Holz-, Streu- oder Weideservituten belastet, ein Umstand, der sehr wesentlich der Erreichung eines guten und pfleglichen Zustandes der betreffenden Wälder entgegenwirkt. Besonders gilt dies von der in den Staatsforsten des Zillerthals, des Achenthals und anderen, im Wege des Einforstungsrechtes ausgeübten Aststrennntzung (Schneitelnng), welcher Mißhandlung des Waldes mit der Zeit sowohl dieser selbst, als auch der Waldboden zum Opfer fallen müssen. Neben dem Staatsforstbesitz ist im Unterinnthal (den politischen Bezirken Kufstein, Kitzbichl, Schwaz und Innsbruck) der Privatwaldbesitz mit 46 Procent des Gefammt- waldstandes überwiegend und es bildet hier der Waldbesitz der Gemeinden mit 11 Procent nur einen geringen Antheil; dagegen überwiegt der letztere im Oberinn- und Lechthal mit 66 Procent, noch mehr aber im Gebiete von Trient mit 86 Procent der Gesammtsläche. Im deutschen Antheil von Südtirol entfallen außer den wenigen Staatsforsten 41 Procent auf den Besitz der Gemeinden und 57 Procent auf Privateigenthum; letzteres überwiegt namentlich, und zwar vielfach als sehr klein parzellirter Besitz, im Pusterthal. Der Betriebsform nach ist der Hochwaldbetrieb, und zwar in den Staatsforsten und einigen größeren Privatforsten vorwiegend als schlagweiser, theils auch als geregelter Plenterbetrieb, in den Gemeinde- nnd kleinen Privatforsten meist als ungeregelter Plenter- betrieb fast allein herrschend. Nur einige Gebiete Südtirols, in welchen die Niederwald- wirthschaft vorwiegt, bilden eine Ausnahme. In Nordtirol sind es nur die meist mit Erlen bestockten Auwalduugeu des Innthals und einiger Seitenthäler, in welchen die Form des Niederwaldes mit 18 Procent des betreffenden Waldstandes vertreten ist. Die Holzarten, welche das Bild dieser Hochwälder zusammensetzen, sind im größten Theile des Landes, insbesondere auf den Urgebirgsböden der Eentralkette der Alpen, fast
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Tirol und Vorarlberg, Band 13
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Tirol und Vorarlberg
Band
13
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1893
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.12 x 23.1 cm
Seiten
624
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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