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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (1), Band 14
Seite - 223 -
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223 Horovitz bei Saaz mit I^a leue-Inhalt und römischen Phaleren. Der Einfluß der römischen Cultur macht sich überhaupt schon während der jüngeren I^u I'ens-Zeit im Lande bemerkbar, später äußert sich derselbe, vou zerstreut vorgefnudeueu römischen Münzen (so besonders in der mittleren Elbegegend) und einzelnen Bronze-Artefacten in Gräbern abgesehen, recht deutlich. So in einem von Steinplatten eingefaßten Grabe von Zliv bei Liban, wo die nachstehenden Objecte vorgefunden wurden: ein aus drei Stücken, Boden, Mantel und beweglichem Henkel verfertigtes Gefäß, eine Schüssel, ein Topf, ein zierlicher Krug mit Henkel und mit Gesichtsmasken, eine Pfannenhandhabe mit lateinischer Inschrift und lange, schmale Schnallen, Alles ans Bronze, ferner zwei silberne und eine Bronzefibel, sogenannte Wendenfibeln, und zwei Messer, davon eines mit Griff. Dieser Fund dürfte der Zeit der römischen Kaiser, vom I. bis Ende des III. Jahrhunderts n. Chr., angehören. Unweit von diesem Orte ist bei Psinitz eine Silbermünze des Antoninus Pius gefunden worden, ein Bronzekrug mit Heukel und Gesichtsmasken, ähnlich dem von Zliv in Ließnitz östlich von Kremusch bei Biliu uud am Hradiste bei Pisek; ähnliche römische Bronzegefäße kainen bei Holubitz (Bezirk Roztok) uud bei Obristvr oberhalb Meluik vor. Eiu Skeletgrab von Brutice Kropäcovä au der Elbe lieferte: römische Armbrust- fibeln, lange Schnallen, ähnlich denen von Zliv, aus Brouze, eine Pfanne, ähnlich jener von Lisnitz, deren Handhabe mit Schwänen verziert, mit lateinischer Inschrift versehen und aus weißem Metall gegossen ist. Hierher wären noch zu stellen: eine Armbrustfibel uud eiu Bronzegefäß vom Hradiste bei Lzovitz unweit Elbeteinitz, die Funde von Radovesitz an der Eger mit römischen Bronzegesäßen, Fibeln und Eisenwaffen, vom Berge Vseboh bei Pribram mit einer Münze des Kaisers Hadrian bei einem Skelet; von Bysocan bei Prag mit silbernen und eisernen Fibeln, Eisenmesser u. s. w. Hierher gehört das bereits erwähnte Urnenfeld von Trebicka bei Dobrickov mit zahl- reichen Urnen, darunter eine mit Mäanderverzierung, mit Armbrnstfibelu, mit Halsschmuck orientalischen Ursprungs, mit Haarnadeln, Schnallen, eisernen Lanzenspitzen, Schwertern, Messern n. s. w. Bedeutend jünger uud gewiß nicht vor das V. Jahrhundert, vielleicht bis in das VII. Jahrhundert n. Chr. reichend sind die Skeletgräber von Vinaritz im Schlaner Bezirk. Dieselben enthielten zwei silberne, vergoldete, zusammengesetzte Fibeln mit flachen rautenförmigen Enden ohne Fuß, zwei silberne gegossene Fibeln und eine Eisenfibel, an anderwärts gemachte sogeuauute Meroviuger Funde erinnernd, zwei einfache runde Schnallen aus Brouze, ferner merkwürdige zierliche Thongefäße, Krüge, Basen und Schüsseln von freier Hand geformt uud an I^u lens-Formen erinnernd, endlich zwei Glasschüsseln von römischem Typus. Den sogenanuteu Meroviuger Typus, in Ungarn
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (1), Band 14
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (1)
Band
14
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1894
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
15.78 x 21.93 cm
Seiten
634
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
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