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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild - Böhmen (2), Band 15
Seite - 369 -
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Miniatur aus einem lateinischen Cantionale von Jungbnnzlau. (Um 1500.) Museums des Königreiches Böhmen und insbesondere sein spätestes Werk, das lateinische Cantionale von Lann vom Jahre 1530, stehen nicht auf derselben Höhe wie das Gradnale von Deutschbrod. Allerdings war hier ein Trcka der Stifter. Eine förmliche Anstalt zur Anfertigung von Chorbüchern ist durch Johann Täborsky, den kundigen Schreiber uud Mathematiker, welcher für seine Verdienste von Ferdinand I. das Prädicat von Klokotskä Hora erhalten, ins Leben gerufen worden. Im Jahre 1500 geboren, kommt er zuerst im Jahre 1530 vor, in welchem er das Register des älteren Chrndimer Cantionales verfaßt und mit seinem Monogramm signirt. Aber erst in der zweiten Hälfte des XVI. Jahrhunderts werden Cantionale seiner Werkstätte häufiger. Der vorzüglichste Meister, dessen er sich bedient, ist Fabian Puler, welcher mit bewunderns- werther Leichtigkeit und Bravonr schuf und dem es nicht an entschiedenem Compositions- talent fehlt. Obenan steht das in lateinischer Sprache im Jahre 1551 geschriebene Chorbuch der katholischen Metropolitankirche zu Sct. Veit in Prag, es folgen die böhmischen utraquistischen Cantionale von Lnditz aus dem Jahre 1558, von Lann aus dem Jahre 1563 und von Caslau (gegenwärtig in der Hofbibliothek zu Wien) aus dem Jahre 1565. Ein besonderes Interesse bietet das prachtvolle Gradnale von Luditz, iudem es verzeichnet, was die Malerei jedes einzelnen Blattes gekostet, was für Pergament und Einband verausgabt worden. Der Gesammtaufwand für das gegen 500 Blatt zählende Werk betrug über 283 Schock Meißener Groschen: gewiß keine unerhebliche Summe für eiue kleine Stadt. Allerdings rühren nicht alle in den genannten Büchern enthaltenen Malereien von der Hand Pulers her, einiges dürfte Täborsky selbst gemalt, anderes geringeren Händen überlassen haben. Auch auf dem Gebiete der Tafelmalerei war nachweislich Puler thätig, aber leider hat sich keines seiner Werke dieser Art erhalten. In anderen bei Täborsky verfertigten Cantionalen machen sich andere Hände, welche mehr die traditionelle Weise bewahren, bemerkbar, so in den von Matthias Pecka von Klattan geschriebenen böhmischen Cantionalen von Teplitz vom Jahre 1560 und 1566 nnd von Klattan vom Jahre 1560. Böhmen. 24
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Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild Böhmen (2), Band 15
Titel
Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild
Untertitel
Böhmen (2)
Band
15
Herausgeber
Erzherzog Rudolf
Verlag
k.k. Hof- und Staatsdruckerei, Alfred von Hölder
Ort
Wien
Datum
1896
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
16.07 x 22.35 cm
Seiten
708
Schlagwörter
Enzyklopädie, Kronländer, Österreich-Ungarn
Kategorien
Kronprinzenwerk deutsch
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